nach dcn Steuern auf die ersten Bedürfnisse des Lebens zuzufü-gen. Allein ganz unbegreiflich muß es erscheinen, daß Re-censent keinen Anstand nimmt, die Mahl- und Schlachtstcuerdcn direkten Steuern zuzufügen. Die Ursache liegt wohl darin,daß die östlichen Provinzen, auf den Kopf, mehr an Mahl-nnd Schlachtstcuer aufbringen als die westlichen, und Recensentbei seiner Annahme sogar durch Zahlen beweisen konnte, daßdie Rhcinprovinz auf keinen Fall Ursache habe, sich über dieVcrthcilnng der Gewerbe- und Klassensteuer zu beklagen. Fol-gendes noch zur Aufklärung dieses Verhältnisses.
Schon im Jahre 18 30. bemerkte der verstorbene Finanz-Minister von Motz dcn wcstphälischcn Ständen auf ihre Be-schwerde wegen Ucbcrbürdnng in der Grundsteuer gegen dieöstlichen Provinzen:
selbst wenn in den westlichen Provinzen die Grundsteueretwas mehr auf den Kopf betragen mochte als in den östli-chen, so fände dagegen hinsichtlich der indirekten Steuernein entgegengesetztes Verhältniß Statt, indem diese in den letz-tern Provinzen sich auf eine Kleinigkeit mehr als in dcn erster»auf dcn Kopf der Bevölkerung berechneten.
Allein diese Erörterung war nichts weniger als geeignet,die Rheinländer in Beziehung auf ihre Beschwerde zu beruhigen,indem die Grundsteuer nicht nach Köpfen, sondern einzig undallein nach dem Flächcnranm, der Ertragfähigkcit des Bodensbei Berücksichtigung der Kultur - Kosten und Fruchtprcise, be-rechnet wird.
Bei Erwägung der großen Bevölkerung in den westlichenProvinzen und der geringen in den östlichen, so wie der übrigenschon in dcn vorhergehenden Abschnitten Statt gefundenen Erörte-rungen, wurde dem Rheinländer die traurige Ueberzeugung,daß die gcfürchtctc Ucbcrbürdnng nicht allein wirklich bestände,sondern in einem weit höhcrn Grade, als man bis dahin ge-ahndet hatte. Der Umstand, daß die östlichen Provinzen beiihrer geringen Bevölkerung auf die Quadrat-Meile, wo so vielLand mehr auf den Kops kommt und die Zahl der Proletarierso ungleich weniger zahlreich wie in dcn bevölkerten Rhcinpro-