Erlcichterungs, Mittel, so würde derselbe Folgendes haben sagenwollen: Durch die schweren Abgaben an Gelde, welche dieFranzosen unter Ludwig XlV. und XV. zahlen mußten, hattensie allerdings die Verpflichtung das eingezahlte Geld gegenUcbcrgabc eines großen Theils ihrer jährlichen Produkte vomStaate wieder einzulösen, statt solche zur Befriedigung ihrereigenen Bedürfnisse zu verwenden, oder in Kapitalien umzu-wandeln, allein dabei entstand jedoch keineswegs eine Ver-armung des Landes, indem der Minister Colbert durch seinSystem, gewöhnlich le ^'Stenro inercantlle genannt, es Frank-reichs Bürgern möglich gemacht hatte, ohne besondere An-strengung dem Staate einen so bedeutenden Theil ihrer jährlichenProdukte zur Bestreitung des Staatshaushaltes zu überlassen.Alsdann würde aber Recensent offenbar behaupten, es sei weitvorteilhafter, die Fabriken und den Handel als den Ackerbauzu heben und zu begünstigen.
Mit einer solchen Behauptung wird man in unsern Tagenwenig Glück mehr machen und wir werden späterhin Veran-lassung nehmen, die absolute Unhaltbarkcit dieser Behauptungnachzuweisen. Adam Smith äußert sich über den Werthdes Geldes und der edlen Metalle
Erster Theil 282.
„Die reichsten Bergwerke der edlen Metalle und Steine„können den Reichthümern der Welt nur wenig zu setzen. Ein„Produkt, dessen Werth größtenthcils von seiner Seltenheit„herrührt, muß durch den Ucbcrfluß nothwendig herabgesetzt„werden. Nur kann alsdann ein aus diesem Metalle vcrfcr,„tigtcs Tischgeschirr, es können alle andere daraus verfertigten„Zicrrathcn der Kleidung und des Hausrathcs für eine geringere„Quantität Arbeit erhalten und mit einer kleinern Anzahl ande-„rer Waaren bezahlt werden. Darin besteht aber auck fast„der einzige Vortheil, den die Welt aus ihrer Vermehrung„ziehen würde."