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Geschichte der Entdeckung der allgemeinen Gravitation durch Newton
Entstehung
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rungen Anderer bekannt, daß auf der Oberfläche der Erde jederKörper in der ersten Secunde nahe durch 15 Pariser Fuß (ge-nauer durch 15 09817 Fuß in der geographischen Breite von Pa-ris) fällt, und daß dieser Fall nahe eben derselbe ist in dentiefsten Schachten, so wie auf den höchsten Bergen, zu denen wirbisher gelangen konnten. Ein Anderer würde vielleicht darausgeschlossen haben, daß eben wegen dieser immer gleichen Größedes Falles auch die Kraft der Erde überall dieselbe, oder daß steeine constante Kraft seyn müsse, und dieser Einfall allein wärehinreichend gewesen, Alles zu verderben, und ihn von jeder wei-tern Untersuchung abzuhalten. Allein er war von der Abnahmedieser Kraft in größeren Entfernungen, und zugleich von demoben (unter I.) angeführten Gesetze dieser Abnahme so innig 'überzeugt, daß er sich dadurch nicht irre machen ließ, ja daß ersich vielmehr eben dadurch in seiner ersten Vermuthung nochmehr bestärkt fühlte. Weil nähmlich, sagte er sich selbst, weildiese Kraft, selbst auf den Gipfeln unserer höchsten Berge, nochkeine merkliche Abnahme zeigt, da sie doch, das stand fest, in grö-ßeren Entfernungen abnehmen muß, so wird sie wohl nur sehrlangsam abnehmen, wird also auch in sehr großen Entfernungenvon der Erde noch immer groß genug seyn, den Srein an sichzu ziehen, wird also auch vielleicht selbst in der Entfernung desMondes noch wirksam oder noch stark genug seyn, auch diesen gro-ßen Srein noch näher an sich zu ziehen, und es wird daher schonaus dieser Ursache nicht unrecht seyn, zuzusehen, ob sie das auchwirklich thut. Zwar zieht die Erde den Mond nicht eben so, wiejenen Srein, an sich; der Stein fällt in der That zur Erde,während der Mond im Gegentheile, da er einen Kreis um dieErde beschreibt, immer in derselben Entfernung von ihr bleibt.

Aber diese Bewegung des Mondes in einem Kreise, dessenMittelpunct die Erde ist, scheint doch auch wieder deutlich zuzeigen, daß sie ihren Ursprung, ihren eigentlichen Grund, in die-ser Erde selbst haben müsse. Fällt doch auch der Stein nur dannsenkrecht zur Erde, wenn er aus der ruhenden Hand fällt. Wenner aber von dieser Hand seitwärts geworfen wird, so sehen wirihn nicht mehr senkrecht fallen, sondern auch eine krumme Liniebeschreiben, und diese krumme Linie ist desto größer, je größer