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Dieß vorausgesetzt, hat man in dem Dreyecke, zwischen dem Monde,dem Mittelpuncte der Erde und dem zweyten Beobachter, auf derOberfläche der Erde zwey Winkel bekannt, nähmlich den rechtenWinkel an dem Beobachter und den Winkel am Monde, derO.952Grade beträgt. Nimmr man nun auch die dem letzten Winkel ge-genüberstehende Seite oder den Erdhalbmesser als bekannt an, sofindet man durch eine äußerst einfache Rechnung auch die dem rech-ten Winkel gegenüberstehende Seite, oder die Entfernung deSMondes von dem Mittelpuncte der Erde. In unserem Falle er-hält man für diese Entfernung des Mondes Erdhalbmesser.
So ist uns also die Entfernung des Mondes von der Erde,aber nur in Erdhalbmessern ausgedrückt, bekannt geworden. Solange wir daher nicht zugleich wissen, wie groß dieser Erdhalb-mcsser in irgend einem bekannten Maße, z. B. in Pariser Füssenausgedrückt ist, so lange bleibt uns auch jene Entfernung des Mon-des im Grunde unbekannt. Dazu also, oder um uns diese Kennt-niß zu verschaffen, dienen die vorhin erwähnten Gradmessungender Erde. Nach Picard's Messungen, die wir unter den obengenannten als die besten und der Wahrheit schon sehr nahe anse-hen können, beträgt der Erdhalbmesser 19 01Z780 Pariser Fuß.Da nun nach dem eben Gesagten der Mond von dem Mittel-puncte der Erde 00 10 solcher Erdhalbmesser entfernt ist, so be-trägt diese Entfernung des Mondes nach Picard 1180085325Fuß. Allein Newton nahm, der damahls allgemein als nahe rich-tig vorausgesetzten llebereinkunft gemäß, den Erdhalbmcsser zu17031230 Fuß, daher er auch die Entfernung des Mondes nurgleich 1024 598797 Fuß fand. Dieß ist also beträchtlich vonder Wahrheit verschieden. Die Differenz beyder Angaben beträgtvolle 155 48K528 Fuß, oder wenn die deursche geographischeMeile zu 22842Fuß angenommen wird, über 0807 solcherMci-len. Wir werden bald sehen, daß dieser Unterschied oder dieserIrrthum in seiner Annahme der Größe des Erdhalbmessers eseigentlich war, der Newton so lange in seinen Forschungen auf-gehalten, und seine Entdeckung verzögert hat.
(Ucdcrgang von diesen Betrachtungen zur Aut'tö-sung des M'otltems.) Es war ihm bereits aus den Bcobach-