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2 (1838)
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Landmanns von Richterswyl, Namens Hozze, der sich inseinem Vaterlande schwerlich zu einer armseeligen Hauptmanns-stelle hätte emporschwingen können, mußte ins freiere Auslandgehn, um, als kaiserlich-österreichischer General-Feldmarschalllieu-tenant, siegreiche Heere anführen zu können. Weltliche und geist-liche Staatsämter standen den Söhnen der Landleute, auch dengebildetsten und talentreichsten, verschlossen, waren und bliebennur erbeignes Gut der Stadtbürgerföhne.

Unter den zierlichen Dörfern, welche die Ufer des Zürichseesverschönern, glänzt Stäfa, von 3 bis 4000 Einwohnern bevöl-kert. Hier war es, wo im Jahr 1794 sich zuerst Stimmen fürLoskäuflichkeit der Feudallasten, und für Gewerbs- und Handels-freiheit zu erheben wagten. Man bot in den Gemeinden am Seeeine Denkschrift umher, die von Tausenden unterzeichnet, derRegierung vorgelegt werden sollte. Doch ehe es zu Stande kam,wurden die Urheber verhaftet, mit Geld- und Gefängnisstrafebelegt, oder aus dem Lande verbannt. Bald aber brachte der Zu-fall eine alte, verloren geachtete Urkunde ans Tageslicht, durchwelche den Landleuten die Freiheiten, welche sie begehrten, zumTheil schon im Jahr 1489 feierlich zugesichert worden waren. Zü-rich selbst konnte Aechtheit und Wahrheit der Urkunde nicht läug-nen, gebot aber Schweigen darüber. Sieben eidgenössische Ständewaren Bürgen jener dem Volk gewährten Rechtsame gewesen;aber, nur.Glarus ausgenommen, blieben sie taub und stumm. Inder Hauptstadt sah man das Begehren der Seegemeinden fürAufruhrversuch an, bewaffnete sich, trieb, wer von Stäfa in derStadt Zürich lebte, selbst Dienstboten und Kranke fort, und fordertedie, welche sich des Geschäftes am eifrigsten angenommen hatten,zur Verantwortung. Die Geforderten fürchteten sich zu erscheinen.An einem Sonntag Morgen, als alles Volk in der Kirche zumGottesdienst beisammen war, besetzten dritthalbtausend Mannvon Zürich, mit vielem Geschütz, Stäfa; entwaffneten denOrt;führten die achtbarsten Bürger in die Gefängnisse der Hauptstadt;und nachdem die Gemeinde mondenlang die Truppen beherbergthatte, ward sie noch mit einer Contribution von 78,000 Guldenbelegt. Von den Gefangnen sahen sich viele mit Geld, mit Ent-ehrung, mit zehn- und zwanzigjährigem Kerker bestraft; Hans Ja-kob Bodmer aber, ein würdiger Greis, mit lebenslanger Ein-kerkerung , nachdem der Henker auf der Nichtstätte das Schwerdüber dessen Haupt geschwungen hatte.

Es war im Jahr 1796, als ich auf einer meiner Fußreisen