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2 (1838)
Entstehung
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Grabsteine, Grundgemäuer von Bädern, Gefängnissen, Amphi-theatern und Thürmen. Eine kleine Stadt und vier Dörfer nehmenheut den Raum ein, welchen sonst Vindonissa's Paläste und Villenallein bedeckten. Nichts ist geblieben, als jener Schutt, der Namedes Dörfleius Windisch und die unterirdische Wasserleitung.

Eine Stelle zwischen der Stadt Brugg und diesem Windischward später Schauplatz eines berühmten Ereignisses trauriger Art.Da war es, wo am ersten Maitag des Jahrs 1308Kaiser Albrecht I.zu Pferde seiner Gemahlin entgegen gieng, aber meuchelmörderischvom eignen Vetter, Herzog Johann von Schwaben, und fünfRittern überfallen und niedergestoßen ward. Wer kennt nicht dieThat Johannes von Schwaben? Nicht die Blutrache der herz-losen Königin Agnes? Des Kaisers Leichnam, nach Speier ge-bracht und mit großem Gepränge in der Domkirche der Reichs-stadt beigesetzt, fand auch dort noch keine Ruhe. Denn in derVerwüstung der Pfalz, unter Ludwig XIV. als seine Barbaren-horden die alte Stadt im Jahr 1689 zerstörten, die silbernenSärge der Kaiser und Fürsten sprengten, flog auch AlbrechtsAsche in alle Winde, und sein, von des Ritters Walter vonEschenbach Schwerthieb, gespalteter Schädel zeigte noch die alteTodeswunde. Auf jenem Wiesengrunde, wo er sie empfangen,wo er sein Leben im Schoos einer greisen Bettlerin ausgeblutethatte, baute bekanntlich Agnes, die Königin, aus dem Guteder Tausend Unglücklichen, die ihrer entsetzlichen Rache Opfergeworden waren, das Doppelkloster (für Minoritenmönche undKlarisserinnen,) genannt n i g s fe l d en. Sie selbst im Non-nenschleier hatte da, zwischen beiden Klöstern, über fünfzig Jahrelang eine Wohnung. Diese mußte, nach ihrem Tode, so war eSvon ihr selber urkundlich (im Jahr 1361) geboten, niedergeris-sen werden. Hätte sie der Welt kein andres Andenken, als dieseshinterlassen, ihr Name würde kein Grausen erregen. Noch stehtKönigsfelden, das Monument ihrer Mordwerke, inner seinenRingmauern; aber seit den Tagen der großen Kirchenreformennicht mehr als Kloster, sondern als Heilanstalt des Kantons fürWahnsinnige und unheilbare Kranke.

Südwärts vom Schloße Habsburg und von Königsfeldenbre itet sich eine weite Ebene aus, genannt dasB ir rfe ld, bis zueinem andern auf der Berghöhe gelegenen Schlosse, NamensBraunegg, wo einst die Söhne desjenigen Geßler wohnten,der vom Pfeil des Testen gefallen war. Ob, auf diesem Birr-felde, der Römer Aulus Cäcinna dieHelvetier geschlagen habe,