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Hertenfteine in Luzern, die Erlache, Wattenwyle,Grafenriede, Bonftetten in Bern, und andre mehr.
Sei es Achtung für die ehrwürdige Ruine, oder für die Fremd-linge, welche alljährlich, sie zu sehn, hieher wallfahren, die Re-gierung des Kantons ließ die nächste Umgebung säubern und mitSchattenbäumen bepflanzen. Die Aussicht von der mäßigen Anhöhedehnt sich großartig , bis zum schimmernden Silberbogen der Hoch-alpen. Im nächsten Vorgrund, zu Füßen des Hügels, liegen dieBäder vonSchinznach; eine halbe Stunde davon an der Aar, infröhlicher Landschaft, die Gebäude des Städtleins Brugg. Dies warder Geburtsort des Ritters, Arztes, und weiland viel gefeiertenSchriftstellers Zimmermann, dessen Schriften über Einsamkeitund Nationalftolz in fast alle europäische Sprachen übersetzt wordensind. — Dort bildet in der Nähe der Zusammenfluß der Aar und Reußeine jener Landzungen, die, an zwei Seiten von Strömen um-schlossen , den Römern zu Anlegung fester Plätze am geeignetstenschienen. Sobald von ihnen die offne Seite, der Zungenspitze ge-genüber, mit Wallmauern und Graben verrammelt stand, bot dasvon diesen und den reissenden Gewässern umklammerte Dreieck demstärksten Belagerer-Heer Trotz.Wirklich legten daselbst die Römerdie gewaltigste Festung an, welche sie in Helvetien besaßen. Wall undGraben spannten sich, von Altenburg und der Aar, bis zum Neußuferbei Windisch, über das Land. Dahinter lag die reiche und mächtigeVindonissa wohl geborgen. Mehrere Cäsaren, zumahl Vespasian,schmückten sie mit Pracht. Tempel, Landhäuser, Grabmale, Tri-umphbogen und andre Bauwerke dehnten sich rings um die Stadtaus bis zum Wülpelsberg und bis Gebisborf, jenseits der Reuß.Eine unterirdische Leitung führte das reinste Trinkwasser vomBrauneggberg, eine Stunde weit, herbei. Auf dem Felsen bei Ba-den, und bei Cob lenz, am Zusammenfluß der Aar und desRheins, sah man, als Vorhuten, Kastelle und Standlager. Doch,nach Untergang römischer Tugend und Mannhaftigkeit, schirmtenweder Ströme noch Mauern und Thürme die prachtreiche Hauptstadt.Abwechselnd siel sie in die verwüsterische Gewalt wandernder Bar-barenstämme des Nordens, der Vandalen und Allemannen undHunnen. Die Ueberbleibsel alten Glanzes und Reichthums 'wurdenzuletzt, (am Ende des sechsten Jahrhunderts) von den Frankengeplündert und zerstört; der in Vindonissa errichtete Bischofsftuhlnach Conftanz versetzt. — Wenn heut der Pflug des Landmannsdie Erde aufreißt, findet er von Zeit zu Zeit noch Gold- undSilber - und Kupfermünzen jener Tage; Inschriften, Götterbilder,