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2 (1838)
Entstehung
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einem mnbüschten Bergwinkel, hervorrauscht, während da und hier vonHügeln ein Kirchlein, ein Burggetrümmer, ein bewohntes Schloßzur Thalwelt niederschaut, ich sage , in dieser Mannichfaltig-keit wohnt ein Reiz, dessen Zauber selbst der Winter nicht ver-wischen, nur verändern kann, wenn er Alles mit Reif undSchnee überstreut. Er verwandelt dann nur die Farbenprachteines großen Gemäldes zum schönen Kupferstich davon.

Aarau selbst, noch vor einigen Jahrzehnten von kaum 2000Seelen bewohnt, hat die Bevölkerung mehr als verdoppelt; seineSchnürbrust, die Ringmauer, zersprengt; sich umringt mit neuenStraßen und öffentlichen und Privatgebäuden, zum Theil inedelm Geschmack aufgeführt. Die öffentliche Bibliothek, auf Kostendes Staats, durch Ankauf der berühmten Zurlaubenschen Samm-lung von Zug, gegründet, ist in der Schweiz, zur Geschichtederselben, eine der reichsten. Gebildete Männer stifteten hierwohlthätige, wissenschaftliche und gemeinnützige Gesellschaften.Einer der Bürger war's, Vater Rudolph Meyer, der zuerst,mit großem Aufwand, in der Schweiz Vermessungen vornehmenließ, einen großen Atlas des eidgenössischen Gebietes bewerk-stelligte, und fast zu gleicher Zeit die Gründung eines Gymna-siums bewirkte, welches lange Jahre eine der vorzüglichstenSchulen der Eidsgenossenschaft war. Zween andre Bürger, gernnenn'ich die Namen der Edeln, Karl Herrose und Joh. GeorgHnnziker, errichteten hier mit fürstlicher Freigebigkeit das erstewissenschaftlich-technische Institut der Schweiz, unter dem NamenGewerbschule, indem jener allein 25,000 Franken, dieser bei70,000 Franken dazu steuerte.

So zeigte sich die junge Hauptstadt des Kantons Aargau,durch Unternehmungsgeist und Großsinn, in den ersten Jahr-zehnten, ihrer neuen Würde werth. Der liberale Geist der Bür-gerschaft eignete sie vor andern, die erste unter den cilf Städteneiner Republik zu seyn, welche 183,000 Einwohner, inbeinahe 300 Ortschaften und 634 Weilern und Höfen zählt, dieüber einen Flächenraum von ohngefähr 38 Geviertstunden ver-breitet sind. Der Kanton Aargau gehört, seiner Größe nach,zwar nur zu den mittlern der Eidsgenossenschaft, aber zu denangcbautesten, gewerbigsten und reichsten der Schweiz. Der kleineStaat ist genügend ausgestattet, um die öffentlichen Bedürfnissejährlich mit mehr, denn einer halben Million Franken, bestreikenzu können, ohne das Volk mit besondern Steuern zu belasten.

Er empfing bekanntlich sein selbstständiges Daseyn, gleich den