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Eidgenossen schlichteten den Galgenhandel in Minne so schnell,daß von Seiten beider Kriegsmächte, in dem sogenannten „Galgen-kriege", kein Tropfen Bluts vergeudet wurde, wie ganz billig war.
Zuletzt verschrumpfte das kleine Staatsleben in lächerliche Spieß-bürgerei. Hierarchie und Oligarchie, mit einander gefällig undgesellig, freuten sich, auf Kosten des arbeitsamen Volkes bequemzu leben und breit zu thun. Doch waren sie dabei gar gutmüthigund biederherzig. Die altbürgerlichen Familien (am Ende des sieben-zehnten Jahrhunderts noch etwa ihrer achtzig) standen oben an,spielten Patrizierrollen. Die meisten und einträglichsten Aemterwurden nur der vornehmern Hälfte derselben vertheilt. Pensionenund Gnadengelder fremder Fürsten, Lohndienste in ausländischenKriegen, fette Landvogteien und geistliche Pfründen waren Nah-rungsquellen für Alle. Pfarreien konnten im achtzehnten Jahr-hundert nur noch gemeine Stadtbürger erhalten; Chorherrnstellennur Patrizier. Das ward Regel. Es geschah, daß ein patrizlschesKnäblein schon in den Windeln zum Chorherrn gewählt wurde;kein größeres Uebel, als daß Papst Leo X. schon im vierzehntenJahr Kardinal ward. Man muß sich also nicht wundern, daß nachder, im Jahr 1815 erneuerten, Aristokratie ein Patrizier mitErstaunen und Grausen vernahm, man habe zum Bischof in So-lothurn (1829) einen Professor Salzmann von Luzern gewählt.
rief er: ,Mm8 ee Ksl^msnn Ist, n'o8t il p»8 8eule-mont tl'une Das bat sich seit der Ver-
fassungsreform (1839) freilich geändert. Sogar eine protestanti-sche Kirche steht nun (seit 1835) im gutkatholischen Städtchen.Unter den geringsten Stadtbürgern reiheten sich vormals, als tiefereMenschenklasse die übrigen mehr oder minder freien, oder viel-mehr nur berechtsamten, Einwohner des Kantons au, und weitunter diesen wieder die leibeignen Bauern.
Die französische Gesandtschaft, so lange sie in Solothurnwohnte, und die aus französischem Kriegsdienste zurückgekehrtenPatriziersöhne, verschönerten in jenen gepriesenen Tagen die alt-rohe Schweizergesittung mit Pariser Schminke. Jesuiten sorgten,nach ihrer Weise, für den nothdürftigcn Vorrath von Gelahrtheit.Man ging dabei jeden Tag steißig zur Kirche und freute sichdraußen, so gut man konnte des Lebens, bei Festen, Liebschaftenund Schauspielen.
In der katholischen Schweiz hatte von jeher das Volk besondreVorliebe für Schauspiele. Es hätte in der rcformirtcn Schweizwohl auch nicht daran gefehlt, wäre nicht vom strengen Puritanis-