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ein Aehnliches sieht man auch in der schönsten Gegend des VaTravers, und zwar bei Couvet, dem Stapelplatz und Hauptsisdes Spitzenhandels und der Spitzenfabrikation, einem Dorfe, welches mit seinen ansehnlichen Gebäuden eher einer Stadt gleichtDa hängt zwischen senkrechten Felsen, in dunkler Kluft, durch direin mächtiger Bach fällt, über dem schauerlichen Abgrund, eineMahl- und Sägemühle, le moulin e!e In I^volre geheißen. Unterihren Bewegungen und Schlägen erdröhnen alle Felsen.
Ohnweit Lachauxdesonds verliert sich der Bach des Thalesebenfalls in Felsengrotten. Aber die Natur hatte da vergessen, siefür Anlegung von Räderwerken geräumig und bequem genug zumache«. Menschliche Kunst half nach. Ein Raum von mehr denn12,WO Kubikfuß ward in die Kalkfelsen eingesprengt und ausge-meißelt, ungerechnet den, wo doppelte Räderwerke, Kufen, Mehl-kasten ihren Platz haben. Vor dem Eingang der Höhle, und einsmit ihr, steht ein stattliches Gcbäu aufgeführt. Das Wasser desBachs, in einem eignen Teich gesammelt, wird, soviel als nöthig,zu den Rädern der Mühle geleitet, eh' es die Spalten des Gebirgsaufnehmen.
Westwärts im höchsten der Bergthäler von la Brevine liegtder kleine See von Etalieres, bei 3OOO Fuß über dem Meere.Auf der Mittagsseite seines Ufers ergießen sich seine Gewässer inzerklüftete Felsen, und treten, wie man vermuthet, oder- erforschthaben will, in ziemlicher Entfernung von da, wieder bei dem DorfeSt. Sulpice im Val Travers, als Quelle der Reuse, wie ein ge-waltiger Strom , hervor, welcher sogleich dem Gewerbsfleiß dienst-bar gemacht wird. Aber auch jener Abfluß des Etalieresees in ein-samer Gegend ist mit ungemeiner Sinnigkeit benutzt, seheuswürdigeMühlwerke über dem Absturz des Wassers zu baun. Es sind fünfderselben beisammen in den Bergschlund hineingestellt, der durchstarke Gemäuer von Quadern in eben so viele Kammern abgetheiltist. Zu jeder derselben wird das Wasser in gewölbten Kanälen ge-führt, mit Schleusen versehn. Wenn die Frühliugssonne den Schneeschmilzt, oder anhaltende Regengüsse das Thal überschwemmen,werden jene Kammern oft mit weit mehr Wasser angefüllt, als dieFelsenrachen der Tiefe verschlucken mögen. Aber so wohlgeordnet,so stark ist der kühne Bau, daß er nichts fürchtet und nichts leidet.
Das ganze hiesige Gebirg ist voll ähnlicher Dnrchklüftungen,Schluchten und Höhlen. Seitwärts Lcs Verrieres, hart an derfranzösischen Grenze, erhebt sich das Gebirg zur Cstte aur Foes.Die Felsen sind hier überall voll weiter Grotten. Die größte der-
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