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2 (1838)
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des von Preußen, um, gleich den übrigen Kantonen, als Republik,dem eidgenössischen Bunde anzugehören, sprachen nur wenige,schüchterne Stimmen; Bittschriften oder förmliche Antrage keine.Vielleicht, wenn sie als allgemeiner Wunsch gethan worden wären,hätten sie unter den damaligen Zeitverhältnissen, gegen eine anPreußen geleistete Loskaufssumme, Erhörung gefunden. Der Königbewilligte, was verlangt war. Er schaffte jene Steuern unentgeld-lich ab, und machte die Wahlart der Landftände volksthümlicher,so, daß auf fünfhundert Seelen immer ein Repräsentant war undder Fürst nur zehn Mitglieder zu ernennen hatte. Das Land schienberuhigt. Nur die Bewohner des ValTravers hingen fester andem Gedanken einer Ablösung von Preußen.

Dieser Gedanke faßte, als General Pfuel (im August 1831)Neuenburg wieder verlassen hatte, in mehrern andern GegendenWurzel. Man partheiete sich für und wider Preußen und Eids-genossenschaft. Die Gährung schwoll an. Kaum vier Wochen nachPfuels Abreise versuchte schon die republikanische Parthei durcheinen Gewaltftreich die Losreißung von Preußen. Ein LieutenantAlphons Vourquin, mit einigen hundert Bewaffneten von ValTravers, bemächtigte sich des Schlosses und der Hauptstadt. DieRegierung floh erschrocken nach Valangin und rief Vermittlungoder Hülfe der Eidsgenossenschaft an. Die Schweiz, treu ihrenVerpflichtungen, sandte in der Mitte Septembers Abgeordneteund Truppen dahin, welche, unter Zusage voller Amnestie, dieInsurgenten nöthigten, Stadt und Schloß zu räumen. Die Ord-nung war hergestellt; fteilich die Ruhe nicht. Als der königlicheBevollmächtigte, General Pfuel, wieder von Berlin erschien,verließen die Schweizerbataillone das Land; er aber befestigteStadt und Schloß und organisirte Bürgergarden. Nach solchen Er-eignissen konnte es wohl kaum an rächenden Rückwirkungen der vonihm begünstigten königlichen Parthei fehlen, wodurch hinwieder dieErbitterung der republikanischen gesteigert werden mußte. Bourquinrief abermals zum bewaffneten Aufstand. Einige achtzig Waatländerhatten sich ihm und seinem schwachen, übelgeordneten Anhang zu-gesellt. Doch ehe dieser Zeit gewann, sich zu organisiren, rückteihm General Pfuel rasch mit 121688 Mann entgegen; sprengteihn auseinander (Bourquin selber entwich nach Frankreich) und nachEntwaffnung aller verdächtigen Gemeinden, ward die Ruhe, ver-mittelst des Schreckens hergestellt. Harte, selbst grausame Behand-lung der Gefangenen, empörte viele vorher friedliche Gemüther,nnd die unpolitische Stellung, welche der neuenburgische Staats-

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