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2 (1838)
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rath und die königliche Parthei gegen die Eidsgenossenschaft annahm,besonders gegen die Kantone, welche ihre aristokratischen' Verfas-sungen abgeändert hatten, reizte den Unwillen von diesen auf undvermehrte im Fürstenthum selbst die Zahl der Republikanischgesinn-ten und Mißvergnügten.

Die öffentliche Ruhe blieb seitdem allerdings ungebrochen; aberweniger, denn jemals, ist Neuenburg ein zuverlässiges Besitzthum.Der erste Krieg, in welchen Preußen mit Frankreich verwickelt wer-den könnte, wird, wie sich vorausberechnen läßt, das Band lösen,welches Neuenburg an das Haus des entfernten Fürsten knüpftund die Rache der republikanischen Parthei gegen den Stolz derAristokratie entzügeln. Manchem Unheil im Lande selbst, welchemdann nicht zu wehren ist, wäre durch Neuenburgs Loskauf von denRechten Preußens, vorgebeugt worden. Die dem mittlern Europawichtige Neutralität der Schweiz wäre fester und sichrer gestelltworden, wenn kein politisches Amphibium zwischen den Schweizer-und französischen Gränzen läge, und kein Unterthan Preußens, alsRepräsentant Neuenburgs, im Kreis der Tagsatzung den Jntressenseines Monarchen thätiger, als den Jntressen Europens und derEidsgenossenschaft das Wort sprechen würde. Aber die Politikpflegt nur die Gegenwart ohne Zukunft zu kennen.

S Valangin.

Zwischen Kalkbergen, im engen Thal eingeschichtet, liegt anden Ufern des Seyon ein kleiner Ort von kaum 60 70 Häu-sern. Darüber erhebt sich, auf einem Felsenhügel an der Landstraßemalerisch, ein alterthümlicher Burgstall, hoch und stark, aus derMitte des zwölften Jahrhunderts. Die ganze Gegend trägt eineMiene voll sonderbarer Wildheit und Freundlichkeit. Das wenigeLand um die Wohngebäude in der von Waldbergen und Felsklippenbeschatteten Tiefe, ist für einigen Gartenbau und Viehfutter inAnspruch genommen. Dies ist der Hauptort der ehmaligen Graf-schaft Va lang in. Wer erwartet hier Merkwürdigkeiten? Unddoch ist da, wenn man von der Stadt Neuenburg her ins Landtritt, gleichsam der Vorhof jener mannigfaltigen und rastlosen Ge-werbigkeit, die das ganze Land berühmt gemacht, bereichert undden uuwirthlichsten Boden für ein Völkchen bewohnbar gemacht hat,welches sich im Allgemeinen einer Bildung freut, wie selten ein-