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2 (1838)
Entstehung
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Handelsstraße nach Basel, theils zur Verbesserung der elendenLandstraßen in der Grafschaft Valangin. Und als er im I. 1786hochbetagt, im sieben und siebenzigften Lebensjahre, starb, ver-machte er der Vaterstadt sein ganzes Vermögen von mehr denndrei Millionen Livres; die eine Hälfte davon für Kirchen, Schul-und Armenanstalten bestimmt, die andre zur Verschönerung derStadt und ihrer Umgebungen. Es thut dem Gemüthe wohl, wennes sich an der Erscheinung eines so seltnen und großen Bürgerserheben kann.

Die Neuenburger hatten dem Greise noch während seines Le-bens ihren Dank bezeuget. Doch für sie gab es, so scheints, nichtsHöheres, nichts Köstlicheres, als ein Ordensband oder eine Titu-latur und ein Rang. Sie wendeten sich an Friedrich den Großen,König von Preußen, und bewirkten, daß er den kinderlosen, be-scheidnen Mann in den Freiherrnstand erhob. Als wenn nun derBaron David von Pury etwas Höheres gewesen wäre, denn derBürger und Juwelenhändler David Pury!

Aber eine steife Rangsucht ist dem Städtchen noch heutigesTags unverkennbar eigen, und (wie gewöhnlich in kleinen Städten)breiter zur Schau und spiesbürgerlicher, als in großen Residenzender Monarchen, wo sich aber überhaupt Männer von Bildung,adlich oder nicht, reich oder wenig begütert, mit einander geselligerzu verbinden und zu mischen pflegen.

In Neuenburg mag wohl die Schuld davon darin liegen, daßes eben Hauptstadt eines kleinen Fürsteuthums ist, in welchem,nach der Natur monarchischer Einrichtungen, sich auch gern dieStände über einander bis zum Thron hinaufstufen wollen. Weil,seit länger denn hundert Jahren, kein Fürst in Neuenburg selberresidirte, bildeten die Hochbetitelten, Bebänderten oder Adlichen,die vom nahen Glanz eines Throns um so weniger verdunkeltenTrabanten desselben den Gipfel der Gesellschaft. Eben so rannenreichere Gewörbsleute oder Gelehrte und Beamtete, in sich zu-sammen; eben so Handwerker, Kleinhändler u. s. w.; alle voll gegen-seitigen Stolzes oder Neides. Diese Zerstückelung des geselligenLebens wird um so peinlicher oder lächerlicher, da sie, bei einergeringen Einwohnerzahl, jedesmal nur Kreise von wenigen Fami-lien zusammenziehen kann, und mehr auf Täuschung eitler Einbil-dungen, als auf dem natürlichen Bedürfniß des Staats, oder aufdem Grund ungleicher Gesittung und Geistesbildung beruht.

Die Geschichte des Fürftenthums an sich ist unbedeutend. Hiererscheinen im Alterthum weder große Bürger, noch große Fürsten,