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2 (1838)
Entstehung
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tern dienen, durch welche Jahr ans Jahr ein dies ewigrinnendeLeben der Quellen unterhalten wird. Ohnfern dem Dorfe Cour-telary, am Fuße des Chasseral, zeigt man dem Freund derNaturseltsamkeiten eine dergleichen Höhlen, die man das Eislochnennt. Man steigt in einen Abgrund nieder, an dessen EndeWinterfrost die Glieder des Neugierigen durchdringt. Die Hirtenholen von da im Sommer Eis, wie sie es zur Kühlhaltung ihreraufbewahrten Milch bedürfen. Seitwärts schließt sich in dem Ab-grund noch eine zweite Felsenöffnung auf zu des Gebirgs tiefernEingeweiden. Man hat sie weithin untersucht; aber bis jetzt nichtihr Ende gefunden oder zu finden gewagt.

Doch ich wollte von der Kette der mittclalterischen Schlösserreden, welche sich durch das ganze Laufenthal von Basel bisDelemont ausstreckt. Man sieht jenseits der Trümmer von Zwin-gen, dem armen Dörflein Soyöres gegenüber, auf den Zinneneiner schwarzen Felswand, zwischen düsterm Tannengestrüpp, dieZinnen der Bnrggemäuer von Sogern oder Soyöres, oderdem Nesselhof-Schloß (Ofiateuu ckos nrlies.) Fels und Mauer,in gleich senkrechter Linie, sind kaum von einander unterscheidbar.Einst wohnten dort die mächtigen Grafen von So gern. Jetztfindet der Wandrer, zwischen Schutt und Gemäuern, ein Pavillon,worin Geräthe, Schmuck und Waffen des Alterthums aufbewahrtsind. Das schmale Thal zu dessen Füßen, wie schwermüthig eszwischen Felsenbergen und Tannen daliegen mag, ist darum nichtohne Anmuth lind Leben. Links der Birs erhebt sich, neben denHeilbädern von Belterive, das freundliche Gasthaus; rechts demStrom ein heitres Landhaus der Familie Quiquerez inmittender Gärten; weiterhin das ehrwürdige, malerische Ueberbleibselvon Thürmen und Ringmauern der alten Vorburg ans den Fels-terrassen neben der Landstraße; dabei die Walliahrtskapelle zurheil. Jungfrau von Vorburg, noch jetzt fleißig von Pilgern besucht.Ich kenne kein Landschastsbild, welches in der Bühnenmalerei sähigwäre, den Eindruck der finstern Ritterzeit lebendiger zu geben,als diese düstre Scenerie. Wer doch die Schicksale dieser Burgenalle wüßte und ihrer Bewohner in jenen Tagen roher Freuden undVerbrechen und heldenmüthigerTugenden! Herr AngustQuiquerez,der gründlichste Forscher der Geschichten und Alterthümer der ehe-maligen Bistbumslande, hat uns im Lebensbildedes Hans vonVienne" unlängst eine Ansicht der Sitten und Handlungsweisen desvierzehnten Jahrhunderts, seiner Bischöfe, Ritter, Mönche undNonnen geliefert, welches ein schauerlicher Commentar zum Te/t