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2 (1838)
Entstehung
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zahlt deren mehr denn dreißig bis vierzig, nah beisammen gelegenin den Gebirgswinkeln; die einen stolz auf Berggipfeln, wie amHimmel hangend; die andern aus der Tiefe finstrer Schluchtenlauernd. Jede derselben springt uns in andrer Gestaltung unter an-der», meistens seltsamen Umgebungen entgegen.

Gleich beim Eintritt in das ehmalige Bisthumsgebiet, wennman von Basel ausgeht, ragen auf einem Hügel die TrümmerReichensteins, zwischen zierlichen Gartenanlagen, empor; ohnweitdavon die Trümmer von Birsek, neben einer Kapelle und kunst-voll verschönerten Wildniß. Den Rittersaal zieren noch Gerätti-schaften des Alterthums; der hohe Thurm ist zum Belvedere ver-wandelt. Rechts der Straße rekt sich öde das Gemäuer von Für-ftenstein auf; weiterhin und bald, auf einem Felsen am Waldstromder Birs, das in seiner wunderlichen gothischen Bauart mit Kunst-sinn wieder hergestellte Schloß Angenstein, in prächtiger, wilderUmgürtung. Aber links und rechts auf den Höhen stellen sich nochandre Bruchstücke untergegangner Feudalherrlichkeit auf. HierBärenfels; dort Pfef fingen; noch in Trümmern Neben-buhlerinnen bleibend. Eine Bergkluft, welcher die Birs entbraust,öffnet sich seitwärts und verschlingt die breite Landstraße. Wer ihrfolgt, dem begegnen bald die vergraueten Ueberbleibsel des Schlossesder Mönche von Mönchsberg, und jenseits dem StädtleinLaufon schlagen und nagen die Birswellen rings um die gewal-tigen Mauergründe der Burg Zwingen, aus deren Kreise deralte Thurm zwingherrlich das Thal überschaut.

Das Thal selbst ließe sich sehr gut ein Thal der ,,schönenSchrecken" nennen. Es ist eine lange, vielgekrümmte Felsengasse.Drunten rauscht der Waldstrom, bald neben einzelnen Hütten,bald neben kleinen Dörfern und Weilern; droben, am zackigenGebirgskamm, das schwarze Gezweige der Tannenwälder. Derunwissende Wandrer, wie der Geognost, sieht mit Erstaunen dlesteilaufragenden Kalkfelsen an seiner Seite von gewaltigen Wasser-stuten tiefausgefressen, über deren Ankunft und Verlauf keine Ge-schichte, keine Sage Meldung thut. Weite Höhlungen, wie amFuß, so in der Höhe der kahlen Fluen. Wie hier, bemerkt mansonst auch in den übrigen Thälern dieses Jura-Theils zahlreicheungeheure Grotten. Die meisten derselben scheinen von Wasser-wirbeln ausgewaschen worden zu seyn, in den Tagen, da diemächtige Ebne von Delemontoder die von Laufon, noch breite,hock anfgedämmte Seen waren. Andre mögen Poren des Kalk-aeb'rgs seyn, deren manche zu jenen unterirdischen Wasserbehäl-