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von 18 Kanonen, unter denen sich auch einige wiederfanden,welche die Berner beim ersten nächtlichen Gefecht im Stich ge-lassen hatten. Gefangne wurden wenige oder keine gemacht. DieBerner zählten unter den ihrigen, nebst vielen Verwundeten,173 Getödtete. Den Verlust der Franzosen erfuhr man nie.Aber groß muß er gewesen seyn; denn ihre zahlreichen Leichnamelagen oft doppelt über einander umher, und am folgenden Tageüber taufend Verwundete in den Spitälern.
Es war drei Uhr Nachmittags, das Volk noch immer schlacht-lustig. Grafenried rüstete also einen neuen Angriff Pigeon's,der denselben auf den Anhöhen jenseits Neuenegg erwartete.Schon waren die Schweizer im Begriff, sich vorwärts zu bewegenund das blutige Tagewerk in der Vertilgung des Feindes zubeenden. Da überbrachte ein Eilbote aus Bern die Nachrichtvon der Capitulation dieser Stadt, und den Befehl, sogleichjede Feindseligkeit einzustellen. Unwillig gehorchte der Sieger demGebot. Das Kanonenfeuer schwieg auf beiden Seiten. — „Aberunsägliche Mühe kostete es nun," schrieb Grafenried, „meineWehrmänner zu besänftigen. Ungläubig umringten mich ihre zor-nigen Haufen. Sie schalten mich bald Verräther, bald beklagten siemich, wie sich; bald mußt' ich ihnen den eingelaufenen Befehl nocheinmal vorlesen, inzwischen andre mit Bajonnet und gespanntemHahn drohten."
Dies war der Tag bei Neuenegg, und diese kleine Darstellunglehrt hell genug, wie die alte Eidsgenossenschaft, durch eigneSchuld, durch gänzliche Vernachläßigung ihres Militärwesens da-mals, bei aller Volkstapferkeit, dem eindringenden Sieger, nachplanloser Gegenwehr, so bald zur Beute werden konnte.