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2 (1838)
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durch den Senseftrom gegangen waren, sie abzuschneiden drohten.Ihr Rückzug, und die von vorn und auf beiden Flügeln andrän-gende Uebermacht der Frauzosen, bewirkte die Flucht der BernerMilizen. Ihrer waren ohnehin nur kaum 2000 Mann. Viele, ausbenachbarten Dörfern, flohn in ihre Heimathen zurück; Viele warenschon am Abend vorher dahin schlafen gegangen, selbst Offiziere.In dieser Verwirrung strebte Grafenried vergebens die Ord-nung zu erneuern. Nur mit einigen hundert Tapfern, einerScharfschützen-Compagnie und zwei Feldstücken, deckte er denRückzug, begünstigt von Wäldern, Gebüschen und GeHägen. Lang-sam, in ununterbrochenem Kampf, wich er eine Stunde Wegszurück, bis ihm um 9 Uhr Vormittags ein frisches Regiment, nebsteinem Bataillon Milizen, eine Jäger-Compagnie, zween Scharf-schützen-Compagnien und drei Kanonen zur Hülfe kamen. Sofortverfuhr er wieder angriffsweis. Die Masse der Scharsschützen, indie Gehölze vertheilt, richtete eine furchtbare Niederlage an, wäh-rend die Angriffskolonnen mir Vajonner und Gewehrkolben diefeindlichen Reihen durchbrachen und sprengten. Kriegsgewandtordneten sich aber die Geschlagenen eben so schnell wieder zumerneuten Kampf, der, Schritt um Schritt, von Feld zu Feld,von Gebüsch zu Gebüsch fortgesetzt wurde, bis die zurückgedrängtenfranzösischen Schlachthausen sich vor Neuenegg auf eben jenenwaldreichen Höhen festsetzten, auf welchen die Berner zuvor ihrennächtlichen Lagerplatz gehabt hatten. Von da herab donnerte diefranzösische zahlreiche Artillerie den Schweizern entgegen. Diefeindlichen Bataillone, mit frischen Truppen verstärkt, in vier-facher Schlachtlinie, auf beiden Flügeln Reiterei, schienen wiedervorwärts dringen zu wollen. Grafenried, der ebenfalls seineReserven an sich gezogen hatte, bildete auf seinen Flanken Haken,um nicht von den Seiten durch die Reiterei gefährdet zu werden,,md schritt mit gefälltem Bajonnet aufwärts im Sturmmarsch.Uneingeschüchtert durch Artillerie- und Gewehrfeuer, und dieMehrzahl des Gegners, der um ein Drittel stärker an Mann-schaft war, stürzten die Schweizer in dessen Schlachthaufen hinein.Tapferkeit rang mit Tapferkeit um den Vorzug. Es entstandFaustkampf und allgemeines Gemetzel, welches mit Niederlageund Flucht der Franzosen endete. Vergebens wollten sich diesedrunten noch einmal im Dorfe Neuenegg und längs demStrome halten. Die Schweizer-Milizen forderten gänzliche Ver-nichtung des Feindes. In furchtbarer Unordnung ward dieser inden Strom und über die Brücke geworfen, mit Zurücklassung