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Fremden, die in Schweizerregimentern des Auslandes Söldner-dienst getrieben, sich verheirathet hatten und in die Schweiz kommend,nirgends anerkannt wurden. Sie Alle, von allen Seiten zurück-gestoßen, gezwungen, ein Vagabundenleben zu führen, scheu vorder Polizei der Nachbarstaaten der Schweiz, schwärmten nuneinzeln oder familienweis, als Bettler, Kesselflicker, Knopfschneider,Korbmacher und dergleichen herum; paarten und trennten sich nachBelieben, ohne Ordnung, ohne Gesetz, ohne Religion; schliefen inWäldern und Ställen, wahrsagten, stahlen und gefährdeten aufmancherlei Weise, doch selten und gemeinlich nur aus Verzweiflung,die öffentliche Sicherheit. Sie wurden in der Schweiz, was dieZigeuner in andern Ländern sind. Sie bildeten im Staatenbündelder ältern Eidsgenossenschaft einen eignen Freistaat; sie kanntensich unter einander; trafen ihre Verabredungen; und verweiltenselten lange Zeit in einer und derselben Gegend, sondern machten,oft ganz regelmäßig, einen Umzug durch alle Kantone, den siein zwei, drei Jahren vollendeten.
Dem Unwesen ward erst nach Auflösung der alten Eidsgenossen-schaft, im ersten Jahrzehend des gegenwärtigen Jahrhunderts, einEnde gesetzt, als an die Stelle der faulen Aristokratien bessereOrdnung der Dinge trat. Doch nur zum Theil ward dem Uebelganz abgeholfen. Die Kantone vertheilten die Familien der Heimath-losen unter sich. So wurden diese VerstoßnenwenigftensAngehörigeeines Kantons, der sie beaufsichtigte, bevogtete und im Nothfallvom Hungertode rettete. Allein schwerer ward es, sie in besondreGemeinden heimathlich, und als Mitnutznießer des örtlichen Ge-meingutes, einzubürgern. Theils schreckte ihre eingerostete Eent-sittlichung, theils ihre Anzahl ab. Dem Kanton Freiburg alleinsind bei 588 solcher heimathlosen Familien zugefallen. Man berechnt,daß der Staat zu ihrer notdürftigsten Unterstützung binnen 28Jahren an 188,888 Fr. verwendet hat. Aber unsinnig, weilwidernatürlich, ifts, ihnen gesetzliche Heirathen zu verbieten,um ihre Vermehrung zu verhüten.
Nichts romantischer, als der Anblick der Hauptstadt Freiburg,deren tausend Häuser mit einer Menge von Kirchen, Klöstern undKapellen, hoch und niedrig, über steilen Felsen, tiefen Schlünden,Halbinseln und Berghängen wunderlich zusammen gedrängt liegen.Tritt man hinein, so wandelt man im Mittelalter unsrer Zeitrechnung;mit einem Anftug neuer Art und Kunst überhaucht, und Rom selbst