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schlugen sie eine ihrer blutigsten Freiheitsschlachten (1476.) Mit20,000 Mann vernichteten sie des stolzen Eroberers Heer,der ihnen 50,000 Mann entgegengestellt hatte, und machten sieeine unermeßliche Beute, deren Werth der Einfachheit der Ge-birgsmänner fremd und unbekannt war; jene großen Diamanten,welche heut in den Kronen Frankreichs, Oestreichs und der Nach-folger des heil. Apostels Petrus prangen. Einen dieser edelnSteine, welchen ein Schweizerkrieger um ein paar Gulden weg-gab, erkaufte nachher Papst Julius II. „der Knecht der KnechteGottes», um 20,000 Ducaten.
Aber warum das Vielbekannte wiederholen? — Der Spa-ziergang von einer Stunde längs dem See, im Schatten hoberBäume, führt von Grandson zu einer nahen, freundlichenStadt, die, eine der ältesten des helvetischen Landes, der RömerEbrodunum, anch noch in unsern Tagen einen geachtetenNamen führt. Ich spreche von Averdon, oder Jferten, nächstLaufanne nnd Vevay, das gewerbigste und ansehnlichste Städtchendes Waatlandes, obgleich von kaum 3000 Einwohnern bevölkert.Hier lebte uud lehrte, in dem von den alten Herzogen von Zäh-ringen erbauten Schlosse, Heinrich Pestalozzi zwanzig Jahrelang und machte die Stadt eben so lange zum Wallfahrtsort undzur Schule der Pädagogen Europens und Amerika's. Noch itzt be-stelln da aus jener Zeit mehrere namhafte Privat-Erziehungsan-stalten für Knaben, Mädchen und für Taubstumme. Am berühm-testen unter diesen ist itzt noch die Niederersche Mädchenerziehungs-anstalt, welche von Zöglingen, nicht ans der Schweiz nur, sondernaus den meisten europäischen Ländern besucht ist. Der geistvolleNiederer war einer von Pestalozzi's Jüngern und Mitarbeitern.
Es ist eine merkwürdige Sonderbarkeit, die aber gar keineSeltenheit ist, daß im Dienst unbedeutende Militärpersonenwesentliche Verbesserungen im Kriegswesen erfunden haben; daß zuGrunde gerichtete Landökonomen vortrefflich über Vervollkommnungdes Ackerbau's und der Viehzucht schrieben; daß bankerote Kauf-leute die größten Ansichten im Finanzfach lieferten, oder dochdie zwekmäßigsten Handelsinstitute errichteten, und daß Männer,die weder Erziehung hatten, noch selbst Erziehung geben konnten,die größten Reformen im Fach der Pädagogik schufen. Rousseau,der Bürger von Genf, schrieb seinen Emil, über Erziehung desKindes von den ersten Lebensaugenblicken desselben an; er selberaber erzog seine Kinder nicht, sondern übergab sie dem Findelhause.Er hätte sie nicht erziehen können. Eben so wenig war Pestalozzi