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stummen und von den Fesseln der Nothwendigkeit gebundnenNatur, neben kleinen, staubigen Denkmalen flüchtig erschienener,aber frei und göttlichwirkender Menschengeister, regr injedem, dem dafür offner Sinn ward, die Gefühle bitterer Demuthneben denen des reinsten Stolzes auf. Mit widerlicher Zwerg-haftigkeit richten sich dann jene Denkmale zwischen den riesigenGestaltungen der Natur und den großen Bewegungen der Geister-welt auf, welche dieser oder jener Sterbliche, als Zeuge seinesDaseyns, den Jahrtausenden hinterließ. Die Obelisken und Py-ramiden auch der Pharaonen sind nicht mehr, und nicht größer,als das niedrige, hölzerne Kreuz auf dem Grabe eines Dorf-magnaten; nur einige Spannen langer sind sie. Und, wie derDorf-Potentat, werden die Länder-Potentaten vergessen, früher,als das letzte ihrer Gebeine Staub ist. Die aber unter den Erden-göttern und Weltverwüftern, deren Namen bis zu uns gelangten,liegen für uns kalt und todt nur im Sarge der Geschichte. Nichtihre Thaten sinds, die unser Gemüth mit Entzücken oder Abscheufüllen, sondern die Darftellungsweisen ihrer Sänger oder Geschicht-schreiber. Ohne diese, wären jene nicht mehr. Ein Alexandervon Macedonien, oder ein Weltherr Auguftus, können unsheut so gleichgültig seyn, wie Shakespeares Hamlet, oder WielandsHüon von Bordeaux. Wir haben nichts mehr von ihnen zuempfangen und mit ihnen zu schaffen. Aber wir und die unsfolgenden Jahrhunderte haben noch immerwährend von großenGesetzgebern und Gottoffenbarern, von hohen Denkern und Dich-tern zu empfangen. Immer noch wirken lebendig auf uns Mosesund Homer ein, Colombus und die Reformatoren, Tacitusund Gibbon, Frank! in und Shakespear, und wie dieSchaar der ewigen Häupter des Menschengeschlechts Namen tragenmag. Sie bleiben unsre Lehrer, Erzieher und Seelenvertraute; siesind für unsre Nachwelt wieder dasselbe. Sie bleiben groß, un-wandelbar und erregend, gleich der ewigen Natur selbst. Nebenden tausendjährigen Thaten Voltaires sind die Thaten Lud-wigs XIV. und Karl XII. bunte, spurlos vergangne Seifen-blasen; und der ganze Lebenswerth heut schon vergessener Aristo-kratien Genfs und Berns ist neben dem Wirken des von ihnenverfolgt gewesenen Rousseau, der Lebenswerth lästiger Eintags-stiegen.