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bannen, bis es dem Unglückseligen gelang, die Erschrocknen zu über-zeugen, daß er wirklich lebe.
Vom Dorfe Lenk bis zum Bade dieses Namens, am Fußder Gemmi, ists noch ein Weg von beinah drei Stunden Berg-auf. Wo man dem Ende desselben naht, treten die hölzernen undsteinernen Wohn - und Gaftbände im geräumigen Alpenthal demAuge freundlich entgegen; im Hintergrunde die zerklüfteten, kahlenWände derGemmi, zwischen deren Klippen und Schluchten, nebensenkrechten Abgründen, der Steg in Felsen gehauen über dieBerghöhe (7,169 Fuß über das Meer erhaben) zu den Thälerndes Berner Oberlandes leitet. Es wäre überflüssig von denberühmten Heilquellen zu erzählen, die hier, 4599 Fuß hochüber dem Meeresspiegel, mit 49 Grad (Reaumur) Wärme, an un-zähligen Stellen des Thals, dampfend dem Erdboden entspringen.Wie übel immerhin auch für die Gäste, deren Bequemlichkeitoder Vergnügen, gesorgt seyn mag; wie beschwerlich für Krankeund Leidende der Weg bis dahin, und wie mangelhaft die Bad-einrichtung selbst seyn mag, wo man, im weiten Raum desGebäudes, buntgemischt Personen beiderlei Geschlechts und jedesStandes, Kapuziner und Kriegsleute, Bauern, Banquiers, ehr-bare Matronen und empfindsame Damen traulich beisammen imWasser erblickt: dennoch führt jeder Sommer eine Menge derGäste herbei, die hier Genesung suchen. Das Kleinod der Gesund-heit ist so edel; das Leben so süß! -
Je weiter man das große Rhonethal morgenwärts, überRaron gen Visp, hinan kömmt, je kräftiger wird der Men-schenschlag des Landes. Visp selbst, der Hauptflecken eines derCenten, liegt ungemein reizend am Gebirg, vor der Mündung einesNebenthals, welches sich wieder in Seitenthäler zerspaltend, undin einer Länge von zehn Stunden zu den Gletschern des Mon-te rosa zieht, an den Gränzen Italiens. Am Berg, hoch undniedrig, auf mannigfaltigen Stufen, liegen ordnungslos die Wohn-gebäude des Fleckens. Auf einem Felsenvorsprung ragt die schöneSt. Martinskirche großartig mit ihrem hohen Thurm über dasThal hinaus. Drunten rauscht der Waldstrom des Visperthalsdem Ufer der Rhone zu. Im Hintergrunde, wo weithin diefinstern Bergkolosse ihre Füße durch einander verschränken, lagertdas Weis Horn seine breiten Gletscher aus, die weit über dieganze Gegend leuchten. Im vorigen Jahrhundert (1729) stürtzteauch hier eine große Masse des Gletschers herab. Nur durch denDruck der zerrissenen Luft, welcher von dem Fall des Eises bewirkt
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