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2 (1838)
Entstehung
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als auf der Schweizererde von Locarno, wo sie von republikanischerSpießbürgerei des Orts, von priefterlicher Bigoterie und Unwissen-heit des Volks überall beschränkt wurden.

Auch ifts in der Nähe von Jntra, nur eine Stunde von da,wo aus dem Schoos des Sees die Gneis- und Glimmerfelsen derdreiborromäischen Inseln emporsteigen, deren Gärten dieSeegegend weit umher mit dem Wohlgeruch ihrer Blumen füllen.Wer kennt sie nicht aus den zahllosen Beschreibungen und Abbildun-gen ? Und doch ists mehr die Pracht und stille Hoheit der Gebirgs-umgebung, und die zwei Stunden weite Dehnung von der Breitedes Wasserspiegels hier, welche auf das Gemüth des Wandererszauberhaft einwirkt, als das steife Gartenwerk der Inseln selbst.Zwar ihre Palläste, ihre Umbüschnngen und die sie umschwebendenBlüthendüfte machen in einer gewissen Ferne wunderlieblichen Ein-druck. Aber bald wird er in der Nähe der Jsola bella, durch ihrestarre Terrassen-Pyramide gestört, welche dem geschmacklosen Kunst-werk eines Zuckerbäckers ähnelt, das er zu einem Tafelaufsatz be-reitet hat. Zwar die Jsola bella und madre mit ihrer mannig-faltigen und üppigen Vegetation, mit ihren Lauben von Citronen,Oliven, Rosen und Myrthen, mit ihren Cypressen- und Lorbeer-hainen und den zwischen Felsen und Gemäuern wuchernden Agaven,Kaper- und Jasminsträuchen erregen eine zeitlang Erstaunen undBewunderung. Allein das erste Entzücken verfliegt nach wenigenTagen, da man überall in dem Gedränge der Herrlichkeiten Ueber-ladung und Künstelei findet, bei der zuletzt nur das Interesse desBotam'kers und Gärtners anhaltender beschäftigt werden kann.

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