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1,1 (1804) A - E
Entstehung
Seite
196
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anziehenden und zurükstoßendcn Kräften bestehet. Denn die Ma-terie ist offenbar eine Erscheinung, d. h. eine Wirkung, die durch-aus nicht ohne bewegende Ursache gedacht werden kann; mau kommtdaher bey allen nur möglichen Naturerscheinungen immer zulczt aufdie Anziehung und .Zurüksioßung, die das einzige Wesen der Ma-terie ausmachen, und die unerläßlichen Bedingungen aller mög-lichen objektiven Erkenntniß sind, obgleich sie in sich, aljZ Kräfte,nicht anschaulich gemacht werden können. Die Materie erfülltncmlich den Raum keineswegs durch ihre bloße Erisicnz, sonderndurch ihre eigene ausdehnende Kraft, ohne die sie durchaus nichtsReelles, kein Gegenstand der Anschauung seyn könnte. Wäre aberdie Materie blos mir dieser ausdehnenden und zurükstoßendcnKraft versehen, wurde sie sich zerstreuen, und alsdemi den Raumnicht mehr erfüllen; folglich gar keine Materie möglich seyn. Esmuß also der zurük st vßende n K rast eine andere anziehendeKraft enrgcgengesezt seyn, welche die Materie verhindert, sich bisins Unendliche auszudehnen, und eben dadurch erst ihre Erisicnzbegründet, indem sie die Wirkung der repulsivcn K r a f t be-schränkt, für sich selbst aber wieder in ihren Acußcrungcn durch jenebeschrankt wird. Zwar wird nach dem atomistischeu Sy-stem die Zurüksioßung blos für scheinbar angesehen; allein, um sichauch nur die Anziehung als möglich denken zu können, mußman ein vorher gegebenes wechselseitiges Abstoßen zweier Punkteannehmen. Dieses stellt die ursprüngliche, bewußtlose, geistigeThätigkeit, ihrer Natur nach unbeschrankt, dar; jene hingegen istdie bestimmte Thätigkeit, durch welche alles erst Form und Grenzeerhält. Nun ist kein Objekt ohne Grenze, keine Materie ohneForin gedenkbar; beide können und dürfen daher in der Wirklich-keit nie von einander getrennt werden, und es ist bloS eine gewöhn-liche Täuschung, wenn das Objekt früher zu seyn scheint, als seineForm. Ueber und unter jedem Grade der Ausdehnung und Zusam-mendrückung lassen sich andere höhere oder niederere Grade anneh-men, weil'die Grundkräftc als unendlich nicht dargestellt werdenkönnen : es bedarf hier folglich keiner Atomen — ursprünglichen,unrheilbaren und undurchdringlichen Grundkörper — für deren Un-durchdringlichkeit und Unthcilbarkeit es keinen Grund gicdt, denndie leeren Zwischenräume, auf denen bei ihnen die Zusammendrückungnothwendig beruhet, haben noch durch keine Erfahrung bewiesenwerden können. Bielmehr muß nian schließen: daß bei jedemKörper noch eine weitere Auflösung möglich ist, so lange sichunzerlcgtc Partikeln finden, bis zulczt jeder unendliche Thcil desselbenaus der aufzulösenden Materie und dem AuflösungSmittcl genau indem Verhältnisse bestehet, worum beide im Ganzen zu einander find.Nun kann hier kein leerer Theil von dem Inhalte des Raums derAuflösung statt finden, der nicht einen verhältnißmaßigcn Theil dcöAufldsungsmittcls enthält; folglich erfüllt dieses den ganzen Raum,Eben so erfüllt auch die Materie, als ein Zusammenhängendes,