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Wenn in die lstlzerne Brondrohre eine besondere papierne Häl-se' eingeschoben werden soll; muß der Durchmesser der Bohrungetwas' großer ftvn, und allgemein 0,5« bis 0/15 Zoll betragen.
Mörla (.Lehrbuch d. Artillerie) verlangt mit Recht:daß die hölzernen Brandrohren vor dein Schlagen von dem dazukommandieren Lffizicr selbst ans daS genaueste und sorgfältigste un-tersucht werden sollen, damit sich reine darunter findet, die ästig,ausgerissen, von schlechtem Holze oder übel gebohrt ist, weil dieseMängel immer daS zu frühe Springen der Bombe oder Grcnadenach sich ziehen würden, welches wegen der Kostbarkeit der hohlge-gosse cn Munition und der für die Bedienung daraus erwachsendenGefahr nach Möglichkeit verhütet werden muß.
Die fertig geschlagenen Brandrohren in Absicht der Güte desSal'cö zu prüfen, ist es nici t hinreichend: sie angezündet ins Was-ser zu werfen, weil diesem bekanntlich auch die faulcn Sähe derWasscrfcuer widerstehen. Man halte pc lieber gegen das Rohr ei-nes Rohrbrunncn , oder treib sie mit den, ange ündclcn Kopfe durchstarke Hammerschläge in die Erve; wenn sie in dem einen wie in demandern" Falle mir einem lebhaftem Strahle gleh formig und ohnePrasseln for brennt, ist der Satz für gut zut achten.
Um die Brandrohrc in die Bvnib. odcr Haubitzgrcnadc einzu-sehen, wird sie nach Beschaffenheit des Kalibers Einen Zoll odcrmehr, unterhalb des KopfcS mir Brandtütte bestrichen, und nach-dem man einige Faden ausgebest eren Hanf darum gewickelt» ver-mittelst des auf den Kopf gcsczten Antreibers (Ekusse fasse)durch einige starke Schläge in das Brandloch der Bombe getrieben,bis der Kopf auf der äußern Peripherie fest anficht. Vi an muß je-doch vorher die Tiefe der Grenade oder Bombe untersuchen, um dieLänge des Bränders darnach stnzuria.tcn, damit dieser nicht bei demEinschlagen unten aufrrifft und stch^ entzwei stauchet; nicht mindermuß er an seinem untern Ende schräge abgeschnitten werden, damiter um so sicherer der Ladung das Feuer mirrheiled Wenn der .Kopfder Brandrohre beinahe aufsizt, wird noch ein Streifen Hansfadcnumgeschlagen und mit Brandküitc überstrichen; alsdann aber dieBrandrohrc vollends cingesil lagen.
Ehe dieses g-schiehct, muß man jedoch von der zu erreichendenDistanz genau unterrichtet seyn, und dcm zu Folge die Brändertempiret haben (w. n. i.) auch müssen solche Bomben und Gre-naden, die keine besondern Füllocher haben, vor dem einsetzen derBränder geladen werden. Jezt ist aber diese Arbeit nicht ohne alleGefahr,,sind muß deshalb nicht nur an einem abgesonderten Ortegescbchcn, sondern auch kein Borrath von fertigen Bomben oder vonPulver in der Nähe geduldet werden. Weit vorrhcilhaftcr ist es da-her: Bomben mit einem Füllochc zu haben, die man erst nach dcmEinsetzen der Brandrohre ladet, und wo sowohl jenes als auch daSAusziehen der Vränder sich ohne alle Gefahr bewerkstelligen läßt.
Die mit einem eingezogenen Ludelfadcn versehene und in dein