Druckschrift 
1,1 (1804) A - E
Entstehung
Seite
23
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Ans — Ars

Ansetze»? der Patrone (stefaulsr) geschiehst bei dem Feld»geschüz von dem Rechts deö Geschützes stehenden Artilleristen;bei der sächsische»? Artillerie, von dem an der linken Achse derKanone befindlichen mit 2 lebhaften Stessen des Setzers. Beiden Belagcrungskanonen hingegen werden 4 Mann zn dieser Ar-beit bestimmt. Siehe Bedienung.

Antimomm»?, siehe Gjsteßglas.

Antreiber zu de»? Bombe»? schasse-süsse) mnst unten et-was anSqehohlet seyn, wo er auf den Kopf der Brandröhre ge-siezt wird, um die Stopine nicht zn beschädigen. Es wird z bis6 Zoll lang von harte»»? Holze gcniacht.

Anznndebrandchen, siehe Zündlichter.

Apparelken, siehe Auffahrten.

Arsenik (Krsenic) ein sprödes, im Feuer flüchtiges Metallvon bleigrauer Farbe, das durch die Verbindung mit Fenerstoffdie Eigenschaften der Sauren annimmt. Sei»» spezifisches Ge-wicht ist nach Brisson , nach B e r-g m a n n aber 8,Ztc>und nach Gnyton h,?6g. Er ist nicht schmelzbar, sondern subli-mster sieh ganz; und entzündet sich auf glühenden Kohlen mit ei-ner dunklen, inö Glane spielenden Flamme, die einen dicken weis-sen Ranch mit einen» Knoblanchögernch von sich giebt. Der Ar-senik sublimster sich dabei als ein weißer metallischer Kalk (Llxvstoti Krsenic), der einen scharfen Geschmack hat, und sich bei

Temperatur in 80 Thcilcn Wasser auflöset; wozu von sie-denden» Wasser nur ?Z Theile nothig sind. Er theilet zugleichdem Wasser einen stinkenden Geruch und giftige Eigenschaftenmit.

Mit dein Schwefel laßt sich der Arsenik durch Schmelzen undSublimsten verbinden ; cS entstehet daraus: der S cbwefelarse-nik von rother Farbe, der auch Ranschgelb gencnnet wird, undder Arseniksch wefcl, von gelber Farbe. Mit Phosphor giebtder Arsenik ebenfalls ein schwarzes glänzendes Sublimat, dasbald in der Luft verwittert. Fast mit allen Metallen verbindetsich der Arsenik leicht, und »nacht die geschmeidigen spröde, diestrengflnss'gen schmelzbarer, und die leichtflüssigen strengflüssig.Mit einer größer»» Härte, thcilt er den Metallen auch die Eigen-schaft mir, eine bessere Politur anzunehmen, und vermehret ihrcigenthümliches Gewicht, indem er zugleich die rothen und gelbe»?weiß, die weißen aber grau färbet, mit Ausnahme des Zinnes je-doch. Durch ein heftiges Feuer kann er »nieder von den Metal-len geschieden »verde»», obgleich eS bei einigen außerordentlicheMühe kostet. Das L a u g e 11 sa l z (Kali) läßt sich leicht mit derArsenik säure sättigen, und giebt dadurch das arseniksaure Kali(H.rssnmts üo stctasse), so wie anS der Verbindung der Arse-niksäurc mit Mineralalkali das arseniksaure Natrnm (^rssuiato