8SK
gleicher Zeit die Priester und die Opfer; sie heilenunsere Krankheiten durch die Kraft ihrer Gebete. Dieseheiligen Fürsprecher sind immer vor Gott gegenwärtig,und trennen sich nie von ihm; sie wissen nicht was esscy, sich zu Ehren erheben und nach hohem Rangestreben; ihre Niedrigkeit ist ihr ganzer Ruhm, und durchsie suchen sie getreue Nachahmer dessen zu werden, wel-cher in seinem Reichthume sick aus Liebe für uns armgemacht hat; — sie gönnen sich keine Ruhe auf dieserWelt, weil sie mit geistigem Tröste erfüllt sind; sie irrenin den Wäldern umher, und leben mit den wilden Thie-ren, welchen sie da begegnen; — sie sind auf denGipfeln der Berge wie brennende Fackeln, welch: denenleuchten, die von aufrichtiger Frömmigkeit bewogen,sie aufzusuchen kommen; — sie sind in den Einödenwie unerschütterliche Mauern, und erhalten dort dadurcheinen festen und dauerhaften Frieden; sie ruhen aufden Hügeln wie Tauben, und halten sich wie Adlerauf der Spitze der höchsten Felsen auf. Wenn sie bis-weilen in ihren Arbeiten ermüden, so verschafft es ihneneine gewisse Lust, auf die Erde hingestreckt ein wenigRuhe zu genießen; allein sogleich erheben sie sich wie-der, und mit erneutem Eifer lassen sie von allen SeitenGottes Lobeserhebungen wie laut tönende Trompetenerschallen. Jesus Christus, welcher sie nie verläßt, nnddie Heere seiner Engel, welche sie ohne Unterlaß um-geben, vertheidigen sie gegen die Angriffe ihrer Feinde.Sie knicen auf die Erde nieder, und sogleich ist sie mitihren Thräncn befeuchtet, und wenn ihre Gebete been-