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schrecklicheren Wüste Wohnplätze zu wählen. Es istnichts Uebcrtriebenes in den Erzählungen der Reisen-den, welche sich am kräftigsten ausdrücken, um denSchrecken zu schildern, den dieser Ort einfloßt. Mansieht durchaus nichts anderes, als Staub, oder Felsen,und hier auf dem jähen, fast senkrechten Abhänge dieserFelsen, bey 400 Fuß über dem Bache Ccdron, dessensteiniges Bett sich in der Tiefe der Schlucht zeigt, istdie erste Terrasse, oder vielmehr, wenn ich mich so aus-drücken darf, das Erdgeschoß des Klosters erbaut.Der übrige Thcil der Gebäude, stufenweise an demBerge erbaut, erhebt sich hinter einander wie Stock-werk auf Stockwerk bis zur Spitze, dem Haupttheiledes Gebäudes, welches alle andere beherrscht, und selbstwieder durch die Thürme beherrscht wird, deren Spitzenunfern Blicken gleich anfangs aufgefallen waren.
Auf der entgegengesetzten Seite, und in einer solchenTiefe, daß das Auge erschrickt, wenn es sie messen will,bemerkt man eine Menge Grotten, die mehrere Stun-den weit ununterbrochen fortlaufen. Die Unebenheitund Steilheit der Felsen, ihre Unfruchtbarkeit, Alleshätte, wie es scheint, dazu beytragen müssen, den Zu-gang zu diesen Grotten zu verwehren, und doch gibtes nicht eine einzige derselben, die nicht von einigenfrommen Einsiedlern bewohnt gewesen wäre, welchedie Welt mit dem Rufe ihrer strengen Lebensweise undihrer Tugenden erfüllt haben. Lange Zeit vor demheilige» Sabas waren sie von Mönchen und Einsied-lern bewohnt, und unter dem berühmten Heiligen wurde