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So las ich; und in Gegenwart des heiligen Grabesfanden sich die Empfindungen der Reue, und des Schmer-zcns, welche diese Blätter ausdrücken, lebhafter nndbitterer in meinem Herzen wieder; die schrecklichenWahrheiten, mit denen sie schließen, prägten ihm einentiefen Schrecken ein; und dennoch war bcy diesen ver-schiedenen Empfindungen ein stärkeres und angeneh-meres Gefühl vorherrschend, ncmlich, daß mir die un-verdiente Gnade zu Thcil geworden war, den eitelnFreuden der Sünde entrissen zu werden, und mitWonnedas Glück der Kinder des Kreuzes genießen zu dürfen.
Leben Sie wohl!
Siebenundzwauzigster Brief.
Jerusalem dcu i». März is?:.
Am letzten Mittwoche, mein thcurcr Karl! habe ichdie Kirche des heiligen Grabes verlassen. Ehe ich michin selbe begab, hatte ich meinem Dolmetscher aufge-tragen, mir einen Ort auszusuchen, von dem aus ichden Platz des alten, von Salomen erbauten Tempelsin der Nähe und genau betrachten könnte. Ich hatteschon Gelegenheit gehabt, ihn vom Pallaste des Pilatusaus, wo gegenwärtig der türkische Statthalter wohnt,und besser noch mit Hilfe eines Fernglases vom Oel-bergs aus zu betrachten, welcher Punkt einer der ge-eignetsten ist, ihn gut zu sehen. Dennoch genügtemir dieß nicht; — ich wollte so nahe scyn, um nicht