334
gedient haben können, weil nach der heiligen Schriftdiese Fürsten in Jerusalem, oder auf dem Berge Sionbegraben worden sind. Außerdem darf man nur dieBauart dieser Denkmäler betrachten, um zu erkennen,daß sie sich aüs einer neuern Zeit hcrschreiben. Mehrere 'Reifende glauben auf den Grund einer Stelle aus Jo-seph, daß sie auf Befehl der Helena Königinn vonAdiabene") erbaut worden seyen, und daß diese Für- jstinn darin begraben liege. Andere stützen sich auf eineandere Stelle eben dieses Joseph, und halten sie fürein Werk des Vierfürstcn Herodcs, welcher sie für sichund seine Familie habe aushöhlen lassen. Ich einfacherPilger überlasse es den Gelehrten, die Zweifel zu be-leuchten und zu widerlegen, welche die Verschieden-heit der Meinungen über diesen Punkt erzeugt.
Ein Fremder hatte vor einigen Monaten den An-schlag gefaßt, den schönsten Sarg dieser Begräbnißkam-mern zu entwenden, ihn nach Jaffa zu führen, und !von da nach Alexandrien einzuschiffen. Das Unter-nehmen war um so schwieriger, da er mehrere Personenin sein Vertrauen ziehen niußtc. Indessen durch dieMacht des Geldes und durch Ausdauer gelang es ihm,den Sarg von dem Orte wegzubringen, wo er schon seitso vielen Jahrhunderten geruht hatte. Er ließ ihn aufKameele laden, und hatte sich schon mit seinem Schatzeentfernt, als er Nachricht erhielt, daß der Statthaltervon Jerusalem, von dem wichtigen Diebstahle unterrichtet,
*) 2» Assyrlen.