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zu besuchen. Von meinem Dolmetscher begleitet nahmich, als ich die Stadt verlassen hatte, den Weg zurLinken. Ich kam bey einem Fischteiche von ziemlichemUmfange vorüber, welcher aber trocken lag, und derdas Merkmal eines hohen Alterthums tragt. Er istunter dem Namen des Fischteiches von Bethsabe be-kannt.
Nachdem wir eine halbe Stunde gegangen waren,kamen wir zum Töpfcracker, welchen die Priester um diezo Silberlinge kauften, die ihnen Judas zurückgegebenhatte, und die sie nicht wieder in den öffentlichen Schatzlegen wollten, weil es Blutgeld war. Er war zumBegrabnisse der Fremden bestimmt. Es ist allgemeinerGlaube unter den Juden, daß Judas hier begrabenwurde.
Dieses Feld ist lang, aber schmal. Die heilige He-lena ließ es mit Mauern umgeben. Die Armenier,welche heut zu Tage im Besitze desselben sind, verkaufenden Pilgern das Recht, sich hier beerdigen zu lassen.Es dient auch den Karaiten, einer jüdischen Sekte,welche alle Ucberlieferungen verwirft, und sich ganz alleinan den Buchstaben der Schrift hält, zum Kirchhofe.
Eine merkwürdige Sache, auf die mich mein Dol-metscher aufmerksam machte, ist, daß man auf diesemFelde eine große Menge Scherben, oder Stücke vonzerbrochenen irdenen Gefäßen findet, welche das Hand-werk des Eigentümers, dem es anfangs gehörte, an-zeigen. Ich habe mehrere derselben mit mir genommen.
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