Druckschrift 
Theil 1 (1837)
Entstehung
Seite
229
Einzelbild herunterladen
 

S2S

diese grcuelvolle That unter den Ruinen ihrer Haupt-stadt begraben, damit die Senne bcy ihrem Gangeum die Welt nicht genöthiget sey, ihre Strahlen zuverbergen vor Schrecken, eine Stadt im Gesichte zuhaben, wo die Mütter sich von dem Fleische ihrer Kin-der nähren, und wo die Bäter nicht weniger strafbarals die Mütter scycn, weil nicht einmal ein so empö-rendes Elend sie bewegen könne, die Waffen niederzu-legen.«« So sprach dieser große Fürst, weil er, wahr-nehmend , zu welcher Höhe die Wuth der Empörerstieg, überzeugt war, daß nichts sie bewegen könnte,zu ihrer Pflicht zurückzukehren, da die Nebel, welche siebereits erlitten hatten, es nicht zu thun vermochten,obwohl die Furcht vor denselben allein es schon hättebewirken sollen.«

»Weit entfernt, in Ruhe zu bleiben, machten sienoch einen andern Ausfall auf die Belagerer, undwurden mit ihnen handgemein. Die Römer schlugensie aber in die Flucht und verfolgten sie bis zumTempel.«

5 Ein Soldat ließ sich nun von einem seiner Kame-raden in die Höhe heben und warf, ohne irgend einenBefehl dazu zu haben und ohne zu besorgen, daß ereine schreckliche gotteslästerliche That begehe, sonderngleichsam durch göttlichen Antrieb veranlaßt, ein bren-nendes Stück Holz durch das goldene Fenster an denOrt, durch welchen man zu den Gebäuden kommt,welche gegen Mitternacht um den Tempel herumstehen.Das Feuer griff sogleich um sich, und die Juden stießen