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Theil 1 (1837)
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gleich sogar die Römer von diesem Gefühle der Mensch-lichkeit ergriffen waren.«

»Titus ließ indessen die Belagerungsarbeiten im-mer mehr vorrücken, obgleich die Arbeiter von den Ju-den, welche die Mauern vertheidigtcn, sehr beunruhigtwurden. Er sendete einen Theil seiner Reiterei ab,die sich in den Thälcrn in einen Hinterhalt legen unddiejenigen gesangen nehmen mußte, welche die Stadtverließen, um Lebensmittel zu suchen, und unter denensich auch Kriegslcute befanden, welchen das, was siein der Stadt raubten, nicht genug war. Der größteTheil derselben aber war armes Wölk, welches dieFurcht, ihre Weiber und Kinder der Rasercy jenerWüthmden überlassen zu müssen, zu fliehen hinderte,und das der Hunger gezwungen hatte, die Stadt zuverlassen. Die Nothwendigkcit und die Besorgmß,dem Tode überliefert zu werden, zwang sie zur Wer-theidigung, wenn sie entdeckt und angegriffen wurden.Da sie keine Gnade mehr zu hoffen hatten, nachdemsie sich vertheidigt, selbe auch nicht verlangten, sowurden sie im An gesich te d er Belagertengekreuziget. Titus fand selbst, daß er in diesemPunkte um so grausamer verfahre, da kein Tag ver-ging, an welchem man nicht bey soo und bisweilennoch mehr gefangen nahm; allein er hatte keine Ver-anlassung, Leute, welche mit Gewalt gefangen wor-den waren, zurückzusenden; ihre große Anzahlmachte ihre Bewachung sehr schwer, und er hoffte,daß der Anblick eines so schrecklichen Schauspieles und

Reise nach Jerusalem, i, Bd.