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sie nur ein Brod oder einige Handvoll Mehl verborgenhatten. Diese Henker glaubten, daß man in solcherNoth so schreckliche Unmenschlichkeiten verüben dürfe,ohne grausam zu scyn, und häuften auf diese Art Le-bensmittel für sechs Tage zusammen. Sie entrissensogar den Armen die Kräuter, welche sie sich mit Ge-fahr ihres Lebens Nachts vor der Stadt geholt hatten,ohne ihre dringenden Bitten zu beachten, daß sie ih-nen um Gottes willen doch nur einen kleinen Theilderselben lassen möchten. Sie glaubten ihnen nocheine große Gnade zu erweisen, daß sie sie nicht auchtödteten, nachdem sie sie beraubt hatten.
»So wurden die armen Leute von den Soldaten be-handelt. Personen von Auszeichnung wurden vor dieTyrannen geführt, welche alle diese Verbrechen guthießen, und thcils auf die Anklage hin,. daß sie an ei-nem Komplotte Theil genommen hätten, die Stadtden Römern zu überliefern, größtentheils aber unterdem falschen Vorwande, daß sie zu den Römern hät-ten fliehen wollen, hingerichtet. Simon schickte demJohann diejenigen zu, die er ihres Vermögens beraubthatte, und Johann dem Simon die, welche er aufgleiche Weise behandelt hatte. So trieben sie mit demBlute des Volkes ein Spiel und theilten den Nachlaßdieser Unglücklichen unter sich. Ihre Herrschsucht cnt-zweyte sie, aber die Ucbereinstimmung in ihren Hand-lungen vereinigte sie wieder. Der, welcher dem an-dern nichts von seinem Raube mikgetheilt hatte, galtdiesem für einen Bösewicht, als wenn er ihm dadurch