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war unter den Belagerten bereits so groß geworben,daß sie trotz ihrer Räubereyen sich nicht mehr langehalten konnten. Titus zweifelte nicht mehr, Herr desPlatzes zu werden; allein da er wünschte, die Stadtzu erhalten, so war er in derselben Zeit, wo er die Be-lagerung betrieb, auch zugleich bemüht, die Juden da-hin zu bringen, ihren Aufruhr zu bereuen. Da er fer-ner wußte, daß Vernunstaründe bisweilen mächtigerals Waffen sind, glaubte er den Rath mit der Thatverbinden zu müssen, und ermahnte die Belagerten,ihr Wohl zu bedenken und nicht serner mehr so hals-starrig zu seyn. Er warf in dieser Beziehung seineAugen auf Joseph , den er fähiger als jeden Andernhielt, sie zu überreden, da er von ihrer Nation wäreund daher in ihrer Sprache zu ihnen reden könnte.Allein dieser war nicht im Stande, die Aufrührer zuüberreden. Das Volk aber ward gerührt und dachtesich durch die Flucht zu retten. Mehrere verkauftenihre kostbarsten Habseligkeiten für eine kleine AnzahlGoldstücke, verschluckten diese aus Besorgniß, daß dieAufrührcr sie ihnen entreißen möchten, und flohen zuden Römern. Allein Johann und Simon, die Häupterder Regierung, stellten Wachen an die Thore mit demBefehle, weder die Juden hinaus noch die Römer ber-ein zu lassen, und bcym geringsten Verdachte tödtcteman diejenigen, von welchen man glaubte, daß sie dieAbsicht hätten, zu entfliehen.
» Für die Reichen war es gleich gefährlich zu blei-ben oder fliehen zu wollen, weites schon hinreichend