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Theil 1 (1837)
Entstehung
Seite
211
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Sil

Entschuldigung zunehmen, hat Gott gewollt, daß dieGeschichte dieses Krieges unter andern auch von einemManne niedergeschrieben werde, dessen Glaubwürdigkeitnicht in Zweifel gezogen werden kann, von einemManne, welcher zu gleicher ZcitThcilnehmer und Zeugewar, der in unmittelbarem und öffentlichem Werkehrmit den Belagerten und Belagerern, mit den Siegernund Besiegten stand; von einem Juden vom Priester-geschlechtc, der zugleich Staatsmann und Krieger war,welcher selbst an der Spitze seiner Mitbürger so Tagelang gegen Vespasian kämpfte, sich an der Breschebefand und mehr als einmal dem Tode trotzte; derendlich als Israelit und als Würger den Interessenseiner Religion und seines Waterlandes eifrig ergebenwar, und nichts desto weniger der Tapferkeit und derGroßmuth des Feindes eine solche Huldigung dar-brachte, daß Titus sich entschloß, dessen Buch eigen-händig zu unterzeichnen und es in der Bibliothek zuRom als eines der schönsten Denkmale seines Ruhmesniederlegen ließ. Er ist der Mann, welcher, ohne zuvermuthen, welchen Antheil er an der Erfüllung desPlanes der Vorsehung hatte, niedergeschrieben hat,und Ihnen beschreiben wird die Geißeln, die Zwistig-keiten, das Schwert, das Feuer, die Hungersnot!),die Pest, mit welchen Gott eine verbrecherische Stadtheimsuchte, um sie ihrer ruchlosen Sünder wegen zubestrafen. Lesen Sie:

»Als Titus Meister der zweyten Mauer war, be-schloß er die dritte anzugreifen. Die Hungersnoth