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licher erscheinen lassen muß. Partheyungen spaltendiese unermeßliche Menge; die Regierung ist in denHänden der heftigsten Aufruhrer, welche nach Maß-gabe der Steigerung des Elends immer hartnäckigerwerden, und entschlossen sind, nicht allein der Machtund dem Muthe ihres Feindes, sondern auch der Groß-muth und Güte desselben bis zum Tode zu widerstehen.
Nach langwierigen Arbeiten, welche durch die Kühn-heit der Belagerten oft unterbrochen, und theilweisezerstört wurden, ist Jerusalem endlich mit Laufgräbenumgeben, von allen Seiten eingeschlossen, und hatalle Geißeln zu empfinden. Am 18. April wird die ersteMauer niedergerissen; am 7. May fällt die zwcyte, am7. July wird die Burg Antonia genommen; zweyTage darauf Hort das immerwährende Opfer für immerauf. Am 10. August verzehren die Flammen den Tem-pel, obwohl Titus zur Erhaltung dieses prachtvollenGebäudes die ausdrücklichsten Befehle gegeben hatte;am 7. September stürzt die letzte Mauer nieder, undam andern Tage zieht der Sieger im Triumphe in dieStadt ein, deren Straßen, öffentliche Plätze und Häu-ser mit Todtcn und Sterbenden bedeckt sind. DasFeuer ergreift die Quartiere, welche die Belagerungverschont hatte, die Trümmer des Tempels sind ab-getragen, und der Pflug geht über diese Ruinen hin.
Nicht ich, mein lieber Karl! will Ihnen die Ein-zelnheiten dieser entsetzlichen Zerstörung erzählen. Umder Welt seine Gerechtigkeit zu zeigen,' um den Un-glauben einer künftigen Zeit zu beschämen und ihm jede