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Jungfrau auf den Gemälden abgebildet sieht, undzwar haben die Kleidungsstücke nicht allein die nem-lichc Form, fondern auch die nemlichen Farben. Siebestehen aus einem blauen Rock und einem rothen Man-tel, oder einem blauen Mantel, und einem weißenSchleyer darüber. Als ich zum erstenmale eine Beth-lehemitinn von Ferne sah, welche ein kleines Kind aufden Armen trug, konnte ich mich eines Schauers nichterwehren; ich glaubte Marien mit dem Jesus-Kindeauf mich zu kommen zu sehen.
Ein andercsmal war meine Bewegung nicht minderlebhaft; ich sah einen Greis mit weißen Haaren undweißem Barte, welcher eine Eselinn die Länge des Ber-ges hinführte, an welchem Betlehem liegt, ihm folgte eineFrau, welche blau und roth gekleidet, und mit einemSchleyer versehen war. Ich war in Bethlehem, unvglaubte mich in die Zeit des Kaisers Augustus zurückversetzt. Die zwey Personen waren für mich Josephund Marie, welche dem Befehle des Fürsten zufolgekamen, um sich einschreiben zu lassen.
Der Anzug der Landleute erweckt ebenfalls rührendeErinnerungen; er ist, versichert man, gerade so, wieiener der Schäfer zur Zeit der Geburt Christi, und nunschon über 2000 Jahre alt. Es ist eine Art Hemd,oder Leibrock, welcher über den Körper mit einem Rie-men befestiget ist; darüber ist ein Mantel. Der Fußist unbekleidet; man geht gewöhnlich mit bloßen Füßen.
In Bezug auf die Heirathen hat man hier einensonderbaren Gebrauch. Die Eltern pflegen ihre Kin-