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»meiner Mutter, Nachts legen wir uns auf die Erde»nieder, und schlafen da. — Aber wo halten sich»alle diese Hühner, welche ich hier sehe, Nachts auf?»In diesem kleinen Winkel.« Wirklich hatten sie auchim nemlichen Zimmer ihr Lager.
Ueber so eine Haushaltung werden Sie sich ohneZweifel wundern, mein lieber Karl! Ihre Verwunderungwird aber aufhören, wenn Sie erfahren, daß die Mittel,welche den Bethlehemiten, nachdem was ich Ihnenschon sagte, zu Gebote stehen, um den Geiz des Pa-schas zu befriedigen, nicht immer ihren Zweck erreichen,und daß sie oft nicht zureichend sind. In diesem Fallemüßcn Väter, Mütter, Weiber, Kinder, Greise,kurz Alle sich auf die Flucht begeben, und Jeder nimmtalsdann lieber das Wenige, was er besitzt, mit sich.
Darf man wohl die Hoffnung hegen, daß unterder egyptischen Regierung dieser Zustand aufhörenwird? Ich wage nicht, es zu hoffen. Ich glaube, esist zu fürchten, daß die Unterdrückung unter einerdem Anscheine nach weniger grausamen Form völligfortwähren wird, man wird den Leuten zwar nichtdas Hemd vom Leibe reißen, aber nehmen wird manes ihnen dennoch.
Der Anzug der Bethlehemiten ist, wenn man dar-über der allgemeinen Meinung Glauben schenken darf,beynahe so wie er zur Zeit unsers Herrn Jesu Christigewesen ist. Der Anzug der Frauen sowohl in derStadt, als in der Umgegend, siel mir besonders aus.Sie sind vollkommen so gekleidet, wie man die heilige