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mm Bethlehemitinnen, so weit nach Wasser gehen zumüssen. Die Stadt hat kein Holz, und man findet esnur in einer Entfernung von einigen Stunden, undauch dieses müssen sie herbeyschaffen. Was mich aberam meisten entrüstete und empörte, und, ich versicherees Ihnen, mein Blut kochen machte, ist, sehen zumüssen, wie diese Unglücklichen abgemagert, abgezehrt,das Elend in ihren Zügen tragend, unter der Last er-liegend, auf den öffentlichen Plätzen bey ihren Man-nern vorüber gehen, welche nachläßig dasitzen und sichzum Zeitvertreib mit Rauchen oder Plaudern beschäf-tigen , ohne daß es nur irgend einem dieser herzlosenMenschen einfällt, seiner Frau entgegen zu gehen, siezu unterstützen und das, was sie ganze Stunden ge-schleppt hat, von da mindestens bis ins Haus zutragen.
Ist dieß Alles? Nein, mein Freund! Am Abendemuß sie mit dem Holze, welches ihr so viel Schweißgekostet hat, das so weit hergeholte Wasser wärmen,sie muß diesem Manne die Füße waschen; dann mußsie ihm das Nachtessen zubereiten, stehend ihn und denältesten Sohn bedienen, ohne den mindesten Anthcilan der Mahlzeit zu nehmen, und warten, bis sie fertigsind, um bey Seite gehen und die Uebcrreste einsamverzehren zu dürfen. Die Feder entfällt mei-ner Hand. Ist es möglich, daß ein Geschlecht, wel-ches so sehr aller Sorgfalt, aller Rücksicht und allerZärtlichkeit des Mannes würdig ist, von diesem Manneso behandelt wird? Ist es möglich, daß die, welche ihn
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