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welche sie, wie sie wohl wissen, nur Undank einärnten,der aus dem Uebermaße des Elends hervorgeht.
Der Haupterwerbszweig dieses Landes, um nichtzusagen, der einzige, besteht in der Verfertigung vonRosenkränzen, Kruzifixen und andern Gegenstandender Frömmigkeit, welche sie an die Pilger verkaufen.Diese Gegenstände kosteten sonst wenig; allein der Preisderselben ist wegen der weit beträchtlicher» Zahl dergriechischen und armenischen Pilger, die heut zu Tagedie Wallfahrt nach dem heiligen Lande machen, undauch seit der Zeit gestiegen, seit welcher die Türken dieLust angewandelt hat, eine Art Rosenkranz zu tragen,der zur Ergänzung ihres Anzuges nothwendig gewor-den zu seyn scheint, und dessen sie sich sogar auf dmStrassen als eines Spielwerks bedienen.
Der wahre Rcichthum des Bethlehemiten, wie imAllgemeinen jedes Arabers dieser Gegenden, ist seineFrau; sie ist sein^Schatz, seine Stärke, seine Stütze,und unglücklicherweise erkennt er ihren Werth so wenig,daß er sogar sein Lastthier aus ihr macht. Ich sahnirgends die Frauen so viel arbeiten, als in Bethle-hem. Ich hätte es selbst nicht geglaubt, daß ein soschwaches und so zartes Wesen fähig sey, solche Be-schwerden zu ertragen, wenn ich nicht Zeuge davon ge-wesen wäre. Sie allein besorgt im Hause Alles.
Wenn die Wasserbehälter und die Kanäle, welcheBethlehem ebenso wie Jerusalem mit Wasser versehen,in Ruinen liegen und 11 Mbnate des Jahres hindurchtrocken sind, müssen die Weiber das zum HauZbedarfc
Rcise nach Jerusalem. I. Bd. g-