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An ein Stück Felsen dieser dunkeln Grotte gelehnt,betrachtete ich dieses Gemälde, welches nur durch denSchein meiner Fackel, die ich auf den Altar gestellthatte, beleuchtet war, mit unverwandtem Auge unddas Stillschweigen, die Einsamkeit dieses Ortes erfüll-ten mein Herz mit einem heiligen Schauer. Ich hattedas Bild zweyer Personen vor Augen, deren Ruf größernoch als ihre Glücksumstände war, welche durch denGlauben belehrt den Ehren und Freuden entsagten, dieihnen auf der Stufe, auf welcher sie standen, die Weltverheißen konnte, und um des einzig Röthigen, um desHeiles willen, Alles verlassen hatten. »GlücklicheMutter!« sagte ich zu mir selbst, »welche du begrif-fen und es auch deiner Tochter begreiflich gemacht»hast, wie kurz die Vergnügungen währen, da das»Leben selbst nur so kurz währt! Glückliche Tochter!»die du die Lehren einer so würdigen Mutter vernom-»men hast und ihnen gefolgt bist! Glücklich, daß du»dir den zum Gemahle erwählt hast, dessen Zärtlich-keit, wie sein Leben, ohne Aufhören ist, und mit dem»vereinigt man eines Glückes sicher ist, welches so lange»als die Ewigkeit währt!« Und von diesen unterirdi-schen Gewölben und von der Betrachtung ihres Sar-ges, meine Gedanken bis in den Himmel erhebend, sahich sie die unsterblichePalme, dcnLohn ihres Muthesundihrer Beharrlichkeit, in den Händen tragen und mitRuhm gekrönt.
Lassen Sie sich, mein lieber Freund! durch dieseSprache nicht zu dem Glauben verleiten, als scy ich