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sie es für philosophischer gehalten, die Unfruchtbarkeitdes Bodens mehr diesem selbst als den UnterdrückernSchuld zu geben, welche die für den Ackerbau nöthi-gen Hände in Ketten legen und verstümmeln, und denunglücklichen, magern und abgezehrten Einwohnernkaum die schwachen Hilfsquellen lassen, welche sie sichdurch eine Arbeit verschaffen, die ihnen durch dieäußerste Sklaverei), in deren Joch sie sich befinden,immer mehr verhaßt wird. Gewiß ist, daß noch heutzu Tage auf jenen Stellen, welche man von Unkrautund Steinen gereinigt und einiger Bearbeitung unter-worfen hat, das Land sehr fruchtbar ist. Feigen undWeintrauben von köstlichem Geschmacke gibt es da imUcberfluß, und Alles gedeiht daselbst.
Das erste Haus, welches ich bey meiner Ankunft inBethlehem betrat, war, wie ich schon sagte, das Klo-ster. Es ist ein außerordentlich großes Gebäude, des-sen Mauern von Ungeheuern Steinen aufgeführt durchihre Höhe und Dicke den Anblick einer Festung darbie-ten. Die Pforte ist so enge und niedrig, daß man sichzwängen und bücken muß, um durchzukommen. Manhat sie deßwegen so gemacht, damit die Araber nichtleicht und nicht mehrere zugleich eindringen können,eine Sicherheitsmaßrcgel, welche in diesem Lande umso nöthiger ist, da das Wölk oft Gewaltthätigkeitengegen die Geistlichen ausübt, besonders wenn es miteiner neuen Auflage bedrückt wird. Es sieht dannkein anderes Mittel, sich davon loszumachen, als dieLast den unglücklichen Vätern auszuladen.