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meine Besorgnisse. Ich wollte ferner daselbst, wie amGrabe des Erlösers und auf dem Golgatha, in derNacht, in der Einsamkeit und im Stillschweigen ver-weilen. Ein guter Pater errieth mich, und da er michnachdenkend sah, sprach er: »Sie wünschen vielleichtdie heiligen Orte noch diesen Abend zu besuchen?« —»Ja«, antwortete ich, »wenn dieser Wunsch nicht un-bescheiden ist, aber so spät als möglich und allein.«—»Wohl«, erwicderte er, »warten Sie, bis die Gemein«sich zur Ruhe begeben hat, und ich werde Sie dannabholen.« Hierauf führte er mich in die Zelle, welcheman mir bereitet hatte.
Nach und nach erloschen die Lichter im Kloster. Zndem Krcuzgangc, in welchem meine Zelle lag, hörteman nichts mehr als den Pendel der Uhr und das leiseGemurmel der vor ihrem Bette betenden Bater. Baldkommt der gute Pater Joseph, um mich abzuholen. Ichfolge ihm mit der Laterne in der Hand. Wir steigendie große Treppe hinunter, durchschreiten mehrere Ge-wölbe und kommen in die Kirche. Wir halten unshier einen Augenblick auf, um das allerheiligste Sakra-ment anzubeten. Von da wenden wir uns zur Rech-ten und gelangen über eine Treppe, welche in den Fel-sen gehauen und sehr schmal ist, auf einen krummennicht minder schmalen Weg, welcher immer durch dieFelsen führt, wo mir mein Führer einen Altar zeigt,unter welchem, wie er mir sagt, das Grab der unschul-digen Kinder sich befindet. Er will mir noch einenandern zeigen; allein von einer frommen Ungeduld fort-