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An jedem Abend zu der alten Mutter hin.
Sie denkt nicht mehr an ihres Herzens schmerzlich Beben,Ihr kindlich frommer Sinn denkt an die Mutter nur;Für sie zu sorgen ist ihr emsiges Bestreben,
Für sie liest sie die Nehren hier auf deiner Flur.Zn Rührung ausgelost hat Bovz dicß vernommen,Er fühlt der Wittwc Leid in eigner Brust.
Es sei), spricht er, von ihnen jeder Schmerz genommen,Verwandeln will ich ihn in Freude und in Lust.Ich danke Gott, der mir Gelegenheit gegeben,Zu lindern dicß Geschick und diese bittre Noth,Ein Kranz voll schöner Freuden sey ihr künftig Leben,Es wandle sich die Nacht in heitres Morgenroth.
Es war sechs Uhr, als ich im Kloster ankam, woich erwartet wurde. Ich erfuhr, daß der sehr ehrwür-dige Pater Quardian vom heiligen Grabe mir miteinem Theile der Klostergemeinde bis zum Grabe derRachel entgegen gegangen sey. Da ich aber nicht den-selben Weg gemacht und mich bald da und bald dortaufgehalten hatte, so bin ich ihnen nicht begegnet.
Ich bin in Bethlehem! in Bethlehem! Mittenunter so viel Geschäftigkeit, dem Beweise einer zartenLiebe, welchen mir die Geistlichen gaben, hatte ich nurSinn für einen Gedanken; ich träumte nur von demGlücke, daß es mir vergönnt sey, die heilige Grotte zusehen. Allein da ich fremd war, das Kloster nichtkannte und nicht wußte, ob man sich etwa an die Tür-ken wenden müsse, um die Schlüssel zu derselben zuerhalten, war meine Miene wider Willen ernsthaft undzerstreut, und mein Gesicht verriet!) meine Zweifel und