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De? feiner gvldncn Aernte reiche Fülle trügt.Da drängt's im Innern ihn, den großen Gott zu preisen,Der so viel Segen, so viel Neichthum ihm gewährt.Er kann nun reichlich auch den armen Bruder speisenBon seinem Ucberfluß, der noch gar Viele nährt.Nun geht es an die Aernte rasch; die Nehren fallenVom raschen Schnitt der scharfen Sichel abgemäht;Man höret weit der Schnitter Jubcllicdcr schallen,Sie ärnten freudig nun, was freudig sie gesä't.Den Fleiß der treuen Diener schauet der GebieterMit Wohlgefallen und mit frcud'gcm Herzen an;Er läßt auf grünem Rasen sich bcp ihnen nieder,Er weiß, daß ihre Emsigkeit er lohnen kann.
Deel) wer ist jenes Weib, fängt Bvvz an zu fragen,Sie ist hier fremd; ich seh' ihr bleiches AngesichtSo jugendlich und schön des Kummers Spuren tragen,Es scheint, daß Alles ihr der Dürftigen gebricht?Mit Ungewissem Schritt folgt sie der Schnitter Spnren,Mit Eifer spähet sie umher, mit scharfem Blick,Und emsig sammelt sie die Nehren auf den Fluren,Die jene unbeachtet ließen dort zurück.
Aus Moabs fernen Bergen ist sie hergekommen,So sagt man Booz nun, in unser reiches Land; —Es hat ein herbes Schicksal Alles ihr genommen.Darum verließ sie an Noemis Muttcrhand,
Mit dieser Mutter ihres heimgeschicdncn GattenDer Kindheit Wiege und der Ahnen thcurcs Grab.So viel Gefahren sie auch zu bestehen hatten,Sie hielten sie von ihrer Wanderung nicht ab.
Noemi hängt an Ruth mit mütterlichen Banden,Und diese pfleget sie mit kindlich treuem Sinn,Und bringt den Lohn, den ihre fleiß'gcn Hände fanden