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haben wir einige Schritte gemacht, als plötzlich andem AbHange eines Hügels sich Bethlehem unfernBlicken darbot. Won Herzen und mit Entzücken be-grüße ich dich Land von Juda und von den Prophe-ten, die Worte entlehnend, rufe ich aus: »Du bistnicht die geringste unter den vornehmen Städten Ju-das, denn von dir wird ausgehen, von dir ist wirklichausgegangen der Heerführer Israels, Jesus mein Er-löser. «
Je weiter wir kamen, desto lachender und lieblicherwurde die Aussicht. Bethlehem in der Mitte von Hü-geln und Flächen, welche es umgeben, bot einen male-rischen Anblick dar; die Felder, nach der verschiedenenGröße der Besitzungen, unregelmäßig durchschnitten,und bisweilen mit Mauern umschlossen, schienen mirbesser angebaut zu seyn, die Bäume, der Feigen-undder Oelbaum besonders, kamen häusiger vor. Woneiner Seite bemerkte ich die Gebirge von Judäa, vonder andern, jenseits des todten Meeres, die des steini-gen Arabiens. Die unbedeutendsten Gegenstande fes-selten meine ganze Aufmerksamkeit. Hch hielt an, ichritt vorwärts, ich kehrte wieder um, betrachtete, sam-melte meine Erinnerungen u. dgl. In Gegenwart die-ses Landes des Segens, in Gegenwart dieser Flächen,dieser Hügel erinnerte ich mich an die ländlichen Sit-ten der Patriarchen, welche hier wohnten, an ihrHirtenleben und an die reizenden Gemälde, welcheuns die Schrift davon aufbewahrt hat. Ich dachtean die Borältern des Heilands, welche an demselben