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<Zie: venire, allol-emus. »Seht hier das Holz des»Kreuzes, an welchem das Heil der Welt gehangen»hat; kommt, laßt uns anbeten.«
Indem ich Ihnen, mein lieber Freund! über dieKapelle der heil. Helena schrieb, habe ich zwar länger,als es mein Vorsatz war, bcy allen den Gegenständenverweilt, welche, wenn man sich in Jerusalem befindet,das Herz so sehr rühren; ich will aber doch nichtunterlassen, hier eine Thatsache anzuführen, welchedie philosophische Philantropie uns öffentlich zu ver-kündigen und mit allen Trompeten des Ruhmes zuerheben gewiß nicht ermangelt hätte, wenn sie einemheidnischen oder ungläubigen Fürsten angehören würde;da sie aber von dem Ersten der christlichen Kaiserherrührt, so stellten sich die Philantropcn, als bemerk-ten sie sie gar nicht. Es ist nämlich die Thatsache,daß Konstantin es war, welchem man die Abstellungder grausamsten und zugleich schmachvollsten Hinrich-tungsart zu verdanken hat. Seine Verehrung fürdas Kreuz hatte ihm in den Sinn gegeben, zu ver-bieten, die Uebelthäter ferner zu kreuzigen; die Ge-richtshöfe gehorchten, und seitdem ist diese Todesstrafein keinem Strafgesetzbuche irgend einer christlichen
Nation wieder gesunden worden. Ich fahre
fort.
In derselben Reihe, aber zehn Schritte von derKapelle der heiligen Helena entfernt, findet man eineandere, welche auf dem nämlichen Orte erbaut ist, wodie Soldaten sich in die Kleider Jesu theilten. Ich