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Thronhimmel für das allerheiligste Sakrament, wel-cher von massivem Golde und mit Edelsteinen ge-schmückt ist. Karl III zog einen Ring von hohemWerthe vom Finger, um damit diesen Thronhimmelzu zieren. Ueberhaupt besitzt das heilige Land sehrviele Denkmale der Frömmigkeit der katholischen Mo-narchen Europa's, welche besonders ehemals Gefallendaran fanden, die heiligen Stellen mit kostbaren Zier-den zu schmücken. Ich habe in keiner Kirche so pracht-volle Gegenstande gesehen, als in der von Jerusalem.Was mir aber noch bewunderungswürdiger schien, wardie Art, wie der Gottesdienst gefeyert worden ist. DieWürde, die Genauigkeit, das Ganze der Cercmonien,die Harmonie der Orgel und einiger wohltönendenStimmen; — Alles dieß bezaubert, entzückt und er-hebt die Seele, und trägt sie in den Schoos Gottesempor.
Nach Beendigung des Gottesdienstes machte ichden vornehmsten Geistlichen des Klosters meinen Be-such. Der Pater Perpctuus, Sekretär vom heiligenLande, begleitete mich. Beym Eintritte in ihre Zel-len rührte es mich, die äußerste Armuth in selben zu be-merken. Ich fand in jeder nur einen schlechten Stuhl;wenn dieser aus Höflichkeit mir dargeboten wurde, somußte der Sekretär sich auf das Bett setzen, und der,den ich besuchte, stehen bleiben oder auf einem kleinenKoffer, wenn einer vorhanden war, Platz nehmen.„Alles für Gott, nichts für uns«, ist der edle Wahl-spruch eines Ordensmannes vom Kloster des heiligen