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Pracht gehalten. Er hat das Recht Jnfel und Stabzu führen und die Firmung zu ertheilen. SeineAmtsverrichtungen dauern drey Jahre; wird er nachAblauf derselben nicht wieder erwählt, so tritt er indas Dunkel feines Klosters zurück. Die Kirche warmit prächtigen Tüchern behangen; der Anzug der Prie-ster, welche den Gottesdienst verrichteten, war weißund mit Stickereien in Gold von großer Schönheitverziert. Er ist ein Geschenk von Portugal. DerThron des Pater Quadrian, an dem ich mit Vergnü-gen das Wappen von Oesterreich bemerkte, ist vonSilberstoff. Alles,, was ich sah, ist prachtvoll; wasmir aber am meisten aufsiel, das sind zwey 8 Schuhhohe silberne Leuchter mit Basreliefs von köstlicherArbeit. Sie sind aus den Trümmern einer Lampevon außerordentlichem Neichthume und seltener Schön-heit verfertiget, welche von der kaiserlichen Familievon Oesterreich, die auf eine so edle Weise die Fröm-migkeit und die Großmuth mit dem Ruhme zu ver-einigen weiß, zum Geschenke gemacht worden ist.Diese Lampe enthielt dreyhundert andere kleinere. Un-glücklicherweise erregte ein so bewunderungswürdiges 'Meisterstück den Neid der Griechen. Sie hieben dieKette ab, an welcher sie vor dem heiligen Grabe aus-gehangen war, und gaben so Veranlassung zu ihrerZerstörung.
Der Vorderthcil des Altares ist von massivem Sil-ber; er stellt die Herabkunft des heil. Geistes vor. Erist ein Geschenk der Könige von Neapel, so wie der