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ich hoffte doch, bald eine günstige Stunde zur Ausfüh-rung meines Vorhabens zu finden. In Erwartungderselben drängte es mich, den Kreuzweg kennen zulernen; und ich wollte wenigstens einen Theil derStellen besuchen, welche das erhabene Schlachtopfcrbetrat, als es ging, um die große Versöhnung zu voll-bringen.
Um zwey Uhr Nachmittags verließ ich das Fran-ziskanerkloster, vom Pater Perpetuus von Solera, demSekretär vom Kloster des heiligen Landes, und einemDolmetscher begleitet. Schon hatte sich meiner Seel^eine tiefe Betrübniß bemächtigt , und sie wuchs immermehr, je näher ich dem Schauplatzeso vieler Leidenkam.
Die Strasse, welche zum Kreuzwege führt, ist et-was weniger unregelmäßig, als dieser Weg selbst, undman geht bepnahe immer abwärts, bis zu der Stelle,wo Simon von Cyrene unserm Herrn sein Kreuz tra-gen half.
Die erste Station, welche man sieht, wenn manvom Kloster kommt, ist jene, wo Jesus Christus, voneiner unzählbaren Menge gefolgt, sich zu den WeibernIsraels kehrte, die sein Schicksal beseufztcn und be-weinten. Sie ist durch ein zugemauertes Thor be-zeichnet. Ich glaubte an dieser Stelle ein Zeichen derVerehrung geben zu müssen; der Dolmetscher be-merkte mir, daß mich die Türken beschimpfen würden,wenn sie es wahrnähmen. Doch ich achtete nicht aufseine Warnung; — ich warf mich nieder, und aus den